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Wesley Snipes ist Marksman, d.h., er markiert Ziele für die amerikanischen Bomber. Jetzt soll er ein Atomkraftwerk markieren, dass laut der russischen Regierung unter Kontrolle von tschetschenischen Rebellen steht, doch dann muss er erkennen, dass er in die Falle revanchistischer Sowjets tappt.
Die Story ist unglaublich banal und enthält mal wieder die typischen amerikanischen Gut-Böse-Klischees. Die Charaktere haben nicht einmal einen Ansatz von Tiefe und Wesley Snipes ist natürlich der große, patriotische Held aus dem Bilderbuch. Die finale Wendung, dass Snipes gelinkt wurde, ist recht billig und macht den Eindruck, als hätte der Regisseur mit aller macht wenigstens eine Wendung einbauen wollen. Alles in allem ist die Story ein Totalausfall und lässt den Film bereits hier scheitern.
Die Umsetzung ist nicht besser. Der Film zeigt am Anfang direkt ein paar billige Action-Szenen und läuft dann sehr langsam an. Der Mittelteil ist absolut banal und läuft erschreckend höhepunktslos aufs Ende zu. Die Action-Szenen sind ebenfalls langweilig und bestehen zum Großteil aus dämlichen und blutigen Schießereien. Das Ende ist dann ein kleines bisschen besser, kann aber auch nicht zünden und enthält wenigstens ein paar brauchbare Action-Sequenzen. Alles in allem ist der Unterhaltungswert sehr niedrig und der Film komplett gescheitert. Bessere Action-Szenen und ein wenig Humor hätten dem verkorksten Streifen vermutlich gut getan.
Die Filmmusik fällt kaum auf und kann die blassen Action-Szenen kaum unterstreichen. Die Kulisse wirkt sehr blass, grau und billig. Man merkt dem Film sein Budget an.
Wesley Snipes spielt einigermaßen solide, aber man sieht dem gescheiterten Hollywood-Star an, dass er lieber größere Blockbuster drehen würde, statt sich für ein belangloses B-Movie mit niedrigem Budget und Einspielergebnis durch den Dreck zu wälzen. Seit Blade trinity hatte Snipes keinen einzigen Blockbuster mehr am Start und setzt mit "The Marksman" seine Reihe schwacher B-Movies fort.
Der Film ist wirklich kaum empfehlenswert, höchstens für wirklich anspruchslose Action-Fans.
Zusammenfassend ist "The marksman" ein schlechtes B-Movie mit billigen Action-Szenen, einer 0815-Handlung, einem niedrigen Unterhalungswert und einem gelangweilten Wesley Snipes.

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