Sechs Jahre nach dem erfolgreichen Erstling brachte Regisseur Joe Dante mit Produzent Steven Spielberg das schwächere Sequel in die Kinos. Leider fehlt hier merklich Chris Columbus als Drebuchautor, man überließ es dem unerfahrenen Charles S. Haas, welcher nebenbei hier eine Minirolle übernahm. Mit einem weitaus größerem Budget muss dieser Film auch eine größere Menge ansprechen. Schon das Original war mehr Komödie als Horror, doch hier sind kaum noch Gruselelemente zu finden. 50 Millionen Dollar galt es mit den Einspielergebnissen zu verdienen, die Einnahmen toppten auch locker die des Erstlings. Normalerweise verlangt dies immer einen dritten Teil, doch bei "Gremlins" war definitiv Schluss, auch weil wahrscheinlich weitere brauchbare Ideen fehlten. So bekommt der Zuschauer hier eine turbulente Komödie vorgesetzt, welche dem Original aber nicht das Wasser reichen kann.
Billy Peltzer (Zach Galligan) ist mit seiner Freundin Kate Beringer (Phoebe Cates) nach New York gezogen. Sie beide arbeiten in einem vollautomatisierten Gebäude, welches dem reichen Daniel Clamp (John Glover) gehört. In diesem Gebäude gibt es auch ein Forschunglabor, aus dem Billy seinen Mogwai Gizmo befreien kann. Leider wird Gizmo erneut dem Wasser ausgesetzt, was zu einer drastischen Vermehrung der Mogwais führt. Diese gönnen sich nach Mitternacht einen Snack und verwandeln sich in Monster. Das Gebäude wird verriegelt und durch den Ausbruch eines Feuers, wird die Löschanlage in Kraft gesetzt. Dadurch gibt es jetzt hunderte von Mogwais. Die Eingeschlossenen, unter ihnen Billy und Kate, müssen um ihr Leben kämpfen.
Das selbe Geschehen vor anderer Kulisse. Diesmal findet das Treiben in New York statt. Herhalten muss ein vollautomatisches Hochaus, gebaut vom Visionär Daniel Clamp, welcher auch Billy´s Boss ist. Gizmo verliert durch den Tod seines Herrchens die Behausung und landet im Labor des Hochauses. Durch Glück wird Billy auf ihn aufmerksam und so beginnt alles von vorne. "Gremlins 2" legt schon ein gutes Tempo vor, es geht auch wesentlich früher zur Sache als im Erstling. Zum Teil auch mit den selben Darstellern versehen. Zach Galligan darf wieder in die Rolle des Billy schlüpfen und Phoebe Cates verkörpert erneut Kate. Dick Miller ist als Murry Futterman auch wieder in einer Nebenrolle zu sehen. Ein netter Sidekick ist Christopher Lee als Dr. Catheter und auch John Glover ist herrlich schräg, als Daniel Clamps. Den Score kreierte Jerry Goldsmith, wobei einige Melodien einfach vom Original übernommen wurden.
Nachdem in der ersten Halbzeit noch nicht so viel los war, macht man in der zweiten Filmhälfte richtig Druck. Die mutierten Mogwais machen sich über alles her, was nur nach Essen oder Genussmitteln aussieht, beißen, kratzen und trinken sogar Laborflüssigkeiten. Dadurch gibt es einige Mutationen, zum Beispiel verwandelt sich ein Mogwai in eine Spinne, ein Anderer in eine Fledermaus, einem Dritten wächst Gemüse auf dem Kopf und sogar Gerhirnextrakte werden getrunken, davon kann ein Mogwai sogar richtig sprechen und hat das Wissen eines Professors. Wenn schon die Story nicht viel hermacht, versucht man mit schrägen Ideen zu punkten. Nur einige Gags sind einfach nur dämlich oder so übertrieben, dassw man nicht mehr darüber lachen kann. Man setzt hier vollends auf Humor, alle Morde geschehen im Off, ausser einem Mogwai der brennt, oder zerhexelt wird, gibt es hier nichts an Ekelszenen zu sehen. Die braucht der Film auch gar nicht, aber gar so kindgerechter Humor hätte es dann auch nicht sein sollen. Die Animationen sind besser als im Erstling, nur bei dem Fledermausgremlin lassen sich Defizite feststellen. Seine Bewegungen wirken zu abgehackt.
Erneut ein toller Spass mit jeder Menge Action und Humor, aber in keiner Szene spannend. Der Humor recht von richtig gut, bis kindlich übertrieben. Das Original von 1984 gefiel mir deutlich besser. Knappe 7 Punkte von mir.