Die 18jährige Alex träumt von einer Karriere als Tänzerin. Die Tatsache, dass sie nie eine entsprechende Ausbildung absolviert hat, ist nur einer von vielen Steinen auf ihrem Weg nach oben.
Man merkt sofort: Bei diesem Streifen kommt es nicht auf die Story an, denn die ist klischeebeladen bis unter den Dachgiebel und das Ende absehbar. Nein, was hier zählt, sind die wunderschön choreographierten Tanzszenen, unterlegt mit einem inzwischen legendären Soundtrack. Angefangen beim oscarprämierten "What A Feeling" über "Maniac" bis hin zu weiteren Ohrwürmern fängt die Musik die Atmossphäre der Achtziger perfekt ein - auch wenn man sich über die ästhetischen Vorstellungen jener Zeit manchmal wundern mag.
Die Darsteller passen sich mit ihrem bisweilen hölzernen Spiel gut an den simplen Plot an. Die junge Jennifer Beals ist, trotz hässlicher Dauerwelle, ein echter Blickfang, kann aber aus ihrer Rolle ebenso wenig herausholen wie der Rest der Besetzung - auch wenn sie sich für manche Szenen schon kräftig ins Zeug gelegt haben dürfte.
Genau diese Szenen machen "Flashdance" letztlich auch für Tanzmuffel noch sehenswert, denn im Grunde könnte/sollte man den Streifen einfach als überlangen MTV-Clip betrachten, der durch einige Handlungsszenen unterbrochen wird. Diese sind so belanglos, dass man sie ohnehin schnell wieder vergessen hat.
Ein Karrieremärchen mit Nostalgiewert, verpackt in einer Alibi-Story, aber mit herrausragenden Tanzeinlagen.
5/10