Review

MTV in full Cinemaeffect

„Flashdance“ ist einer der ultimativen Tanz-, Popkultur-, MTV-Filme - also nur Schale, ohne Inhalt? Ja, schon. Aber was für eine wundervolle Verpackung für 80er-Anhänger… Wir folgen einer Schweißerin (!) und erotischen Tänzerin (!!) durch ein zweischneidiges Leben zwischen Durchbruch und Zusammenbruch, Liebeleien und Affären, Träumerei und Realität, Castings und Katastrophen…

She's a Maniac!

„Flashdance“ ist ein Phänomen. Einerseits liebe ich ihn. Aus tausenden, eher audiovisuellen und atmosphärischen Gründen. Da geht’s mit Sicherheit vielen so, die (noch immer) auf die 80er stehen. Die 4K-Blu-Ray hat sich allein als Eyecandy schon gelohnt. Andererseits merke ich bei jedem Schauen mehr, wie leer und oberflächlich das Teil ist. Wenn man streng ist, kann man das kaum als Film oder Geschichte betiteln. Storyfetzen, Trash, Unsinn. Da muss man selbst als Fan oder mit rosaroter Brille jeden Verriss neidlos anerkennen. Und dennoch: ich war verknallt in Jennifer Beals. Bin ich es zum Teil immer noch. Der Soundtrack könnte bei mir rund um die Uhr laufen. Die Platte gehört in jede Sammlung. Egal ob man den Film mag oder nicht. Von der Schweißerin zur exotischen Tänzerin, vom Musikvideo zur Soap, von Castings zu Cheese, vom Träumen zum Tun. Das ist schon Käse. Aber köstlicher Käse. Für mich zumindest. Wohl eher der Stoff für ein Musical. Doch auch als Film einfach Kult und irgendwie in meinem Herzen. Ein super spaßiges Stelldichein. Oder ein Bildschirmschoner. Wenn auch beileibe kein guter Film. 

Fazit: visuell durchgehend bahnbrechend, attraktiv, modern, geil. Der Soundtrack ist legendär und sucht selbst in den vollen 80s Seinesgleichen. Jennifer Beals ist Zucker. Eine „Geschichte“, ein Sinn, eine Handlung sind allerdings nicht vorhanden. 

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