Eine Affäre wird Michael Douglas zum Verhängnis (wie der deutsche Titel auch vermuten lässt), das ist im Großen und Ganzen schon die ganze Handlung des Films. Die Story ist sehr einfach gestrickt und nicht besonders konpliziert, doch bei Psychothrillern gibts ja meistens keine wirkliche komplexe Story. Wenigstens gibts hier nicht die typische Psychogeschichte, wie wir sie schon zehntausendmal in den Psychothrillern dieser Welt gesehen haben. Außerdem ist Fatal Attraction ein spannender Psychothriller, also was solls.
Es geht in Fatal Attraction um die verhängnisvolle Affäre von Dan Gallagher. Er lernt die nette Alex Forrest kennen, startet eine Affäre mit ihr und erst mal scheint alles gut zu laufen. Die beiden schlafen miteinander, ob im Fahrstuhl oder wo auch immer, und erstmal haben sie viel Spass miteinander. Dann verliert Dan allerdings das Intresse und widmet sich wieder seiner Familie. Tja, leider ist Alex sehr einsam und sie lässt nicht zu, dass Dan sie einfach sitzen lässt und außerdem ist sie schwanger, von Dan. Als sie es ihm dann erzählt will er die Abtreibung, sie will jedoch das Kind. Sie ist 36 und es ist vielleicht ihre letzt Chance ein Kind zu bekommen. Daraufhin macht Alex Dan das Leben zur Hölle, sie sucht seine Frau auf und verfolgt ihn auf Schritt und Tritt bis sie schließlich soweit geht, dass sie bei Dan und seiner Familie heimlich ins Haus eindringt und versucht seine Familie zu ermorden. Es kommt zum finalen Todeskampf zwischen Alex und Dans Familie ....
Fatal Attraction ist ein guter und spannender Psychothriller mit Michael Douglas dessen Stärke sicher nicht der Plot ist, dafür sind die Darsteller, allen voran natürlich Michael Douglas, umso besser und der Spannungsbogen ist auch gut. Wer braucht schon eine gute Handlung wenn es genug Spannung gibt? Mit seinen fast 2 Stunden Laufzeit hat er vielleicht einbisschen Überlänge, umso erfreulicher das Fatal Attraction die ganze Zeit und ganz besonders zum Schluss Spannung aufweisen kann. Das Finale hier kann sich sehen lassen. Der Showdown ist bei Psychothrillern immer besonders wichtig, es kommt schließlich zum Höhepunkt der Spannung, und hier kann man nicht meckern. Wenn Glenn Close ins Haus eindringt und es zum erbitterten Todeskampf kommt, da wird es auf jeden Fall spannend. Das Ende ist auch nicht zu kurzweilig geraten, wie der ganze Film, und eigentlich sollten vor allem auch die Psychothrillerfans unter uns, zu denen ich auch zähle, damit zufrieden sein. Ich für meinen Teil kann nicht klagen, ein guter und spannender Psychothriller mit Michael Douglas. Ob er zurecht für 6 Oscars nominiert wurde ist so eine Frage, gut ist er aber auf jeden Fall.
Hier gibt es mal keinen Psychopathen, wie das normalerweise so der Fall ist, hier gibts mal eine Psychopathin. Das Alex eine Psychopathin ist erfährt der Zuschauer übrigens erst relativ spät. Während man in den meisten Psychothrillern ja schon relativ früh weiß wer der Psycho ist, so kann man hier zwar schon vermuten, dass es wohl Alex ist, aber die Bestätigung bekommt man erst relativ spät. Alex wird von Glenn Close gespielt und die macht ihre Sache gut und glaubhaft. Ich hätte ja nicht gedacht, dass sie auch eine Psychopathin gut rüberbringen kann.
Obwohl es hier um eine Affäre geht und man vermuten könnte das der Film mit ein paar Erotikszenen gespickt ist, so ist dies aber nicht der Fall. Als die Affäre beginnt gibt es zwei Szenen in denen Michael Douglas und Glenn Close beim Geschlechtsverkehr gezeigt werden. Man sieht sie hier allerdings auch nicht komplett nackt und die Szenen sind auch nur sehr kurz geraten. Diese zwei Szenen sind also nicht der Rede wert. Erotik gibts in Fatal Attraction nicht wirklich. Der Film konzentriert sich ganz auf die Spannung und verliert sich nicht in langweiligen Sexszenen wie so mancher Erotikthriller. Gut so.
Eins hab ich nicht verstanden. Einmal unterhalten sich Alex und Dan ganz normal und dann ganz plötzlich, auf einmal, zack, hat Alex aufgeschnittene Pulsadern. Vielleicht habe ich nicht richtig aufgepasst, doch für mich sah es so aus als wäre ganz plötzlich von der ein auf die anderen Sekunde die Pulsadern aufgeschnitten. Irgendwie seltsam....
Ansonsten ist Fatal Attraction auf jeden Fall gut.
Noch ein kurzes Fazit: Spannender und sehenswerter Psychothriller aus den späten 80ern mit einem guten Michael Douglas um eine Affäre die ihm zum Verhängnis wird.