Der kleine Roboterjunge David wird von einer „normalen“ Familie, dessen leiblicher Sohn im Koma liegt, adoptiert und als dieser unvermittelt wieder erwacht, im Wald ausgesetzt. Von da an zieht er durch die Lande, auf der Suche nach wahrer Identität und dem Verlangen, ein Mensch zu werden, um so die Liebe seiner Mutter wiederzuerlangen. Eine Odyssee beginnt...
Handlung
In einer nicht genauer bezeichneten Zukunft sind die Pol- Kappen geschmolzen, Teile der Welt sind überflutet, ganze Städte im Meer versunken. Amsterdam, Venedig, New York und andere Großstädte sind nicht weiter als nur noch Geschichte. Roboter sind inzwischen stetige Begleiter des Menschen, in verschiedenen Ausführungen erhältlich, als Liebes- Modelle zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, Kindermädchen, Arbeitskräfte oder einfach nur als Spielzeug, können sprechen und sehen, soweit sie so konstruiert wurden, fast wie „organische“ Menschen aus. Wenn sie nicht mehr gebraucht werden und ihre Dienste geleistet haben, werden sie unkomplizierterweise entsorgt und verschrottet.
Der Hi-Tech- Firma „Cybertronics“, die von dem ehrgeizigen Wissenschaftler Professor Hobby (William Hurt) geleitet wird, gelingt es, als absolutes Novum ein „Mecha“- Kind, das man David tauft, zu bauen. Hobby hat bereits einschlägige Erfahrungen mit dem Bau von „Mechas“, träumt jedoch seit jeher von der Kreation des perfekten künstlichen Lebens, das tatsächlich in der Lage ist, Emotionen zu empfinden und diese auch nach außen als echte Gefühle zu zeigen. Er träumt also von der Kreation inniger Liebe, die ewig währt ! (Passenderweise meint eine Mitarbeiterin während der Demonstration eines Robotermodells, daß das Problem nicht die Kreation eines solchen „Lebens“ sei, sondern zunächst die Klärung der Frage, ob der Mensch dazu in der Lage sei, diese Liebe zu erwidern.)
Da es sich bei David (wirklich brillant: Haley Joel Osment, „The Sixth Sense“) um einen Prototypen handelt, der noch keiner Probe für den „Gebrauch“ unterzogen wurde, steht man nun vor der Aufgabe, eine eigens ausgewählte Familie für den „Plastik- Zögling“ zu finden.
Diese findet sich direkt in der Firma, denn Henry Swinton (Sam Robards) ist Mitarbeiter bei „Cybertronics“, sein leiblicher Sohn Martin (Jake Thomas) liegt seit Jahren im Koma und seine Frau Monica (Frances O´Connor) ist so unglücklich darüber, daß Henry gern einwilligt, sich und seine persönliche Umgebung als Versuchsfeld für David zu Verfügung zu stellen. Und schließlich meint er es auch im Sinne für Monicas Psyche gut.
Diese ist jedoch beim Anblick des verblüffend echt aussehenden, aber klinisch agierenden und naiv interessierten David alles andere als begeistert. Sie nimmt Henry dezent beiseite, bricht in Tränen aus und bittet ihren Mann, David so schnell wie möglich zurück zu bringen. (Sehr schön die Szene, als sie sich am Abend weigert, David den Schlafanzug anzuziehen, obwohl dieser als Roboter natürlich keinen Schlaf benötigt, auf flinken Füßen ausflüchtend das Zimmer verläßt, aber trotzdem kurz darauf verstohlen durch das Glas der Tür schaut, um einen Blick zu erhaschen.)
Während Monica nur sehr schwer mit dem Gedanken leben kann, daß ein Roboter in Zukunft quasi den Platz Martins einnehmen soll, gibt ihr Henry, der die Entscheidung komplett Monica überläßt, eine wichtige Information. Wenn sie ihn zurückgeben möchte, dann solle sie es jetzt tun. Und sie solle David erst prägen, wenn sie sich ganz sicher sei, daß sie ihn „behalten“ möchte. (Schon an dieser Stelle tut man sich auch als Zuschauer schwer damit, David als Ansammlung elektronischer Bauteile anzusehen.)
So bleibt David eine Weile bei der Familie und fügt sich mit der Zeit gut in die vorgegebenen Umstände. Er wird sogar an den Eßtisch gebeten beziehungsweise setzt sich willig dazu, obwohl im die „normale“ Nahrungsaufnahme logischerweise fern liegt. (Eine Sequenz, die im Laufe des Filmes eine Umkehrung erfährt, die für David natürlich eine Konsequenz hat.)
Und eines Tages kommt es, wie es kommen muß. Monica hat sich inzwischen so an David gewöhnt und wohl darüber nachgedacht, ihn „zu behalten“. In einer beeindruckend umgesetzten „Prägungs- Sequenz“ „stellt“ Monica David gewissermaßen auf sich „ein“, sie prägt ihn, bindet ihn an sich und David ist von nun an dazu „verdammt“, seien „Mutter“ auf ewig zu lieben. (Sie aktiviert quasi seine Liebe zu ihr.)
Und damit fangen die Probleme an, denn wie fast zu erwarten, erwacht kurze Zeit später der kleine Martin, der „echte Sohn“ der Swintons, aus dem Koma. Da es schon zwischen „normalen“ Geschwistern oft schwierig ist, sind die Unstimmigkeiten hier noch eklater und deutlicher. Eifersucht, Neid und vor allem der Spaß Martins, mit der Naivität Davids herum zu spielen, rauben Henry und Monica bald die Nerven.
Als David Martin unabsichtlich in Lebensgefahr bringt (in einer außerordentlich gelungenen Szene am Schwimmbecken, bei der David hilfesuchend die Arme ausstreckt, was aber keinen interessiert), sehen sich die Swintons gezwungen, Konsequenzen zu ziehen.
Man entschließt sich, den kleinen David zurück in die Firma zu bringen, damit diese ihn verschrottet.
Unter dem Vorwand, mit ihm eine Reise auf´s Land zu machen, übernimmt Monica diese unangenehme Aufgabe und fährt mit ihrem Auto Richtung Firma, David auf dem Beifahrersitz. Auf der Fahrt packt Monica aber das schlechte Gewissen. Sie setzt ihn im Wald aus, gibt ihm ein wenig Geld und ein paar Überlebens- Tips. (Was für eine gefühlsintensive, herzerwärmende Passage...)
Damit beginnt Davids Suche nach dem Geheimnis, ein echtes Kind zu werden, denn er ist überzeugt, so die Liebe seiner „Mutter“ Monica wieder zu gewinnen. Diese las ihm nämlich immer wieder aus dem Kinderbuch „Pinocchio“ vor, in dem eine Holzpuppe durch die blaue Fee tatsächlich zu einem echten Menschen wurde.
Die Odyssee entführt ihn in eine nicht nur ihm unbekannte Welt voller Schizophrenie, Idiotie und Unmenschlichkeit in mehrerer Hinsicht.
Als David auf den „Liebesmecha“ Gigolo Joe (Lude Law) trifft und ihm von der blauen Fee und seiner Hoffnung erzählt, hat er einen Gefährten gefunden. Die beiden Roboter begeben sich auf die Suche nach der legendären blauen Fee, wandern durch die Unterhaltungsstadt "Rouge City" und landen schließlich in New York, daß im Meehr versunken ist und nur noch in Fragmenten aus dem Wasser ragt. (Unter anderen das „World Trade Center“, das ja mittlerweile Geschichte ist, wie wir alle wissen.) Dort finden sie in dem ehemaligen Vergnügungspark „Coney Island“ (erinnert irgendwie an das sagenumwobene Atlantis, das im Meer versank) endlich die blaue Fee. Damit ist die Suche aber noch nicht beendet, Joe muß sich leider von David verabschieden und dieser muß nun allein auf seine Menschwerdung warten...
Kritik
Wie man sicher sehen kann, ist die Geschichte gegen Ende besonders schwer in Worte zu fassen, sehr komplex wird das Ganze und verraten will man ja nun auch nicht zu viel.
Seit der Film einst die Lichtspielhäuser erreichte, regnete es haufenweise (Vorab-) Kritiken, (Vorab-) Verurteilungen, Meinungen und Kommentare zu diesem einerseits für manche irgendwie letzten Film oder zumindest Vermächtnis des genialen, einzigartigen Regisseurs Stanley Kubrick, der aber schließlich wohl doch (zu?) viel von dem komplett konträren „real“- Regisseur Steven Spielberg widerspiegelt.
Oft waren und sind jene negativ oder zumindest sehr argwöhnisch, was daran liegen mag, daß sich das herausgekommene Werk tatsächlich als eines der nicht nur komplexesten und an sich intelligentesten, sondern auch durchwachsensten und zwischen Begeisterung und tiefer Idiotie schwanken lassensten Leinwanderrungenschaften seit langer Zeit darstellt. „Stückwerk“ wäre ein Wort, daß den Nagel ganz gut auf den Kopf treffen würde.
Aber um es gleich vorweg zu nehmen: Auch, wenn man durch die angesprochene Meinungsflut, Ausschnitte und Inhaltsangaben eigentlich genug weiß, um die Essenz des Filmes zu erfassen, ohne ihn dafür letztlich gesehen haben zu müssen, und man sich, davon gehe ich mal aus, bereits mehr Gedanken und Assoziationen zurechtgelegt haben dürfte, als der Film, schaut man ihn sich dann an, letztlich erfaßt, verarbeitet, anspricht und umsetzt, so handelt es sich doch um ein Werk, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Regisseur Spielberg („Jaws“/Der Weiße Hai“, „Indiana Jones“, „E.T.“, Jurassic Park“, „Schindlers List“/Schindlers Liste“) schrieb letztlich auch das Drehbuch, lose basierend auf der 1969 im Magazin „Harper´s Bazaar“ erschienenen Kurzgeschichten- Sammlung „Super Toys Last One Summer Long“/“Superspielzeug hält den ganzen Sommer“ des britischen Autors Brian Aldiss und arbeitete damit einhergehend die vorhandenen Fragmente, die Stanley Kubrick bereits erarbeitet hatte „in seinem Sinne“ (so Spielberg) dort und so um, wo es nötig erschien beziehungsweise das man von einem dramaturgisch geschlossenen Bogen und einem runden Konzept sprechen konnte.
Schließlich arbeitete Kubrick ja seit Jahren stetig und bis zu seinem Tode an einer adäquaten Umsetzung der Idee, sah das Ganze Vorhaben oft mit Unmut, überarbeitete den Inhalt neu, verwarf Dinge, zeichnete Entwürfe in Text und Bild („storyboards“), ließ die gesamte Idee ruhen, ohne sie zu verdrängen und schob zuletzt „Eyes Wide Shut“ vor.
Erstaunlich, daß Herr Spielberg, der, so könnte man mittlerweile denken, ja vor nichts und keiner Aufgabe zurückschreckt, denn so schnell aus einem so langlebigen, schwierigen Projekt ein Komplettwerk erstellte und überhaupt erstellen konnte. Am Ende, das nachweislich auch schon vollständig stand, läßt er dem Zuschauer ähnlich viele Interpretationsmöglichkeiten, wie es Kubrick mit seinen Werken oft tat.
Da stehen großartige Dinge, wie etwa der von ironischer, fast sarkastischer Stimmung gekennzeichnete Anfang, der übrigens nachweislich von Kubrick bereits geschrieben wurde und als Drehbuchteil vorlag, zu einem wirklich treffenden Drama wandelt und in sich steigert, wenn David, eine Reise auf´s Land vermutend und sich darauf riesig freuend, von seiner „Mutter“ im Wald ausgesetzt wird, neben an sich auch nicht schlecht gedachten, aber insgesamt doch ziemlich behämmert ausgeführten Ideen. Eine solche ist zum Beispiel die Jagd durch den Wald, als die „Mechas“ von krude aussehenden Motorrädern gehetzt werden. Jene wirken eher wie für einen Zirkus umgebaute und wie Weihnachtsbäume beleuchtete Vehikel, denn wie bedrohliche Maschinen, die Maschinen jagen. (Man beachte die Doppelung. )
Da wird der kleine David als unglaublich naives, an sich irgendwie gestörtes, aber sehr liebenswertes Wesen so warm und einseitig sympathisch, jederzeit als Opfer inszeniert, daß man vor Mitgefühl mitunter kaum mehr an sich halten kann und gleichzeitig hält man sich doch jederzeit vor Augen, daß man die Reaktionen der „Eltern“, besonders die der „Mutter“ Monica doch nachvollziehen kann. Gleichzeitig leugnet man dies wieder. Der Film bietet allein durch diese Ambivalenz ein Potential von enormer Kraft.
Wie schon erwähnt, lag der Anfang bis zu der Aussetzung im Wald bereits als Drehbuchkonzept Kubricks vor und läßt auch erahnen, wie gut der Film hätte werden können. (Ganz so negativ wie das klingt, ist es nicht gemeint.) Kubrick fertigte im Vorfeld bereits hunderte von Zeichnungen an, die ganze Szenenabläufe und Kameraeinstellungen festlegen. Spielberg konnte dank der Mitarbeit von Kubricks Witwe darauf zurückgreifen (oder vorgreifen?) und sie in sein Werk einbeziehen, wurde er doch nach eigenen Aussagen doch schon fast von Beginn des Projektes an von Kubrick involviert, der ihm sogar den Vorschlag entgegenbrachte, das Ganze als Regisseur in die Hand zu nehmen. Wurde also der Wunsch Kubricks war ?
Es ist nun müßig und auch unsinnig darüber zu spekulieren, ob Spielberg an etwas Schuld sei, was Negativpunkte am Ergebnis (und die gibt es leider) betrifft, was der Film nicht einlöst und ausformuliert beziehungsweise an Dämlichkeiten beinhaltet. Oder ob der Film besser geworden wäre, wenn Kubrick ihn tatsächlich komplett geschrieben und inszeniert hätte. Nur eines ist sicher: Er wäre anders geworden.
Grundsätzlich ist das Thema eine erneute Variation der klassischen „Frankenstein“- Geschichte. Im Mittelpunkt steht ein künstliches, wenn auch hier mechanisches und nicht organisches, Geschöpf, daß trotz seiner abstoßenden Eigenschaften, die hier fast fragwürdig erscheinen, „nur“ geliebt werden will und Liebe schenken möchte. Seine Umgebung ist jedoch unfähig, ihn so zu akzeptieren wie er ist, der Schöpfer entzieht sich der Verantwortung und ist mit der moralischen Frage letztlich überfordert. Und schließlich bleibt für das Geschöpf nur eine Lösung, nachdem es sich seinen einzigen Wunsch erfüllt hat. Doch insgesamt streift der Film diese Frage nach der Verantwortung nur, obwohl dies die essentielle Frage des Filmes ist.
Was man oft auch vermißt, ist das Ätzende, Böse und Sezierende, das Kubrick ja wie kaum ein anderer in Bilder fassen konnte. Man denke da nur an „Clockwork Orange“/“Uhrwerk Orange“ oder „Full Metal Jacket“, wo Sarkasmus, purer Witz, Horror und Drama ganz dicht beieinander stehen.
Das bittere, sentimentale Ende deutet schließlich eine Philosophie an, die so nicht von Spielberg stammen kann, es niemals könnte, obwohl viele ob des quasi- süßlichen Endes dem guten Mann das Ganze in die Schuhe schieben wollten. (Es gab sogar Leute, die fragten sich ernsthaft nach dem moralischen Problem damit, einen Roboter im Wald auszusetzen. Thema verfehlt, würde ich da sagen.)
Aber jener Schluß basiert denn auch wieder komplett auf Kubricks Entwürfen und erinnert irgendwie an dessen „2001-Odyssee Im Weltraum“, wobei es hier doch aber an der positiven Komponente, der Hoffnung und Sicht eines Neuanfangs fehlt.
Spielberg legte viel von seinen vergangenen Filmen, hier vor allem „Close Encounter Of The Third Kind“/“Unheimliche Begegnung Der Dritten Art“, natürlich „E.T.“ und sich selbst als Person in den Film.
Nach Aussagen sieht und sah er, Spielberg, David stets als eine Verkörperung seiner eigenen Kindheit. Er, als Jude, wurde von Gleichaltrigen oft emotional und physisch verletzt und war das, was man gemeinhin als Außenseiter bezeichnet. So ist es schon von dieser Warte aus betrachtet kein Wunder, wenn sich David jederzeit in der Opferrolle befindet und mit seiner grenzenlosen Naivität und Gutmütigkeit wie die übersteigerte Modernisierung des faltigen Außerirdischen in jenem Tränendrüsen- Drücker von 1982 erscheint. (Die Parallele zwischen „A.I.“ und „E.T.“ ist schon anhand der zwei jeweiligen Buchstaben erkennbar, oder etwa nicht ?) In diesen Momenten weicht Feingefühl einer nicht ganz so tollen Süßlichkeit.
Und mit knapp 140 Minuten Lauflänge ist der Film auch nicht unbedingt das, was man ein kurzes Vergnügen nennt. Da ist schon die eine oder andere Passage dabei, die man, retrospektiv betrachtet, hätte kürzen dürfen. So hätte man eventuell auch besser „auf den Punkt“ arbeiten können. Vor allem gegen Ende, wenn auch noch Außerirdische ins Spiel kommen, sehnt man das Ende fast herbei. Kubrick hat sich wohl nicht umsonst so lang mit der Idee und der adäquaten Umsetzung herumgeschlagen. Er mochte eben keine halben Sachen.
Nun genug der Sucherei nach Negativpunkten, gehen dicke Lobe an den gesamten Technik- Stab. Angefangen bei inzwischen Spielberg- Stamm- Kameramann Janusz Kaminski („Schindler´s List“/“Schindler´s Liste“, „Minority Report“, „Catch Me If You Can“), der ja inzwischen auch schon als Regisseur Erfahrungen sammeln konnte („Lost Souls“), über Richard „Rick“ Carter als Produktions- Designer, auch ein von Spielberg gern engagierter Mann („Amazing Stories“/“Unglaubliche Geschichten“, eine phantastische TV- Serie, bei der Spielberg beteiligt war, „Jurassic Park“, „Amistad“ und diverse Robert Zemeckis- Produktionen) und natürlich das „team“ um den einzigartigen Stan Winston, der mit seinen „animatronics“ schon so ziemlich alles zum Leben erweckt hat, ob nun zerrissene Hunde („The Thing“/“Das Ding Aus Einer Anderen Welt“), Metallskelette („Terminator“, „Terminator II- Judgement Day“), böse Außerirdische („Aliens“), Dinosaurier („Jurassic Park“, „Lost World“) und auch Special- Make- Up- technisch zur Spitze der US- Handwerker gehört. („Edward Scissorhands“/“Edward Mit Den Scherenhänden“, „Tank Girl“, „Island Of Dr. Moreau“/“Insel Des Dr. Moreau“).
Auch ILM (Industrial Light & Magic), angeführt von Dennis Muren, hatte mit ihren visuellen Effekten großartige Arbeit abgeliefert und etablierte die Firma erneut in ihrem guten Ruf.
Komponist John Williams, der seit über 25 Jahren mit Spielberg zusammenarbeitet, lieferte einen akzentuierten, leisen und insgesamt aber eher unspektakulären und dezenten Klangteppich ab, der in Verein mit den Bildern jedoch wirkungsvoll ist und die Stimmungen gekonnt herauskitzelt beziehungsweise unterstreicht. Besonders gegen Ende erinnert er mit seinen schwermütigen Klavierpassagen ein wenig am „Forrest Gump“ (Regie:Robert Zemeckis), den Film, in dem „David“ Osment sein Leinwanddebüt gab.
Das Spielberg letztlich doch nicht ganz falsch gelegen hat, zeigt das Einspielergebnis von 236 Millionen Dollar, weltweit. Aber das will ja bekanntlich nichts heißen.
Fazit
Unter dem Strich ein spannendes, effektreiches, rühriges aber mitunter auch allzu kitschiges Kunstwerk, bei dem Regisseur Spielberg sicher ehrlich versucht hat, die Anstrebungen eines in jeder Hinsicht so anderen Regisseurs, Stanley Kubrick, posthum in die Tat umzusetzen. Keine halbe Sache wohl, aber eben auch keine ganze.