Ein Film von Spielberg und zwar ein gewagter: moralisch kritisches Gefühlskino.
Mag interessant klingen, war es meiner Meinung nach aber nicht. So wie die Umgebung am Anfang des Films wirkte, so wirkten auch die Gefühle: künstlich.
In einer Szene sitzt die Familie mit einer angespannten Stimmung am Esstisch. Plötzlich löst sich die Anspannung, als der Junge wegen irgendwas belanglosem laut loslacht. Tut mir leid, aber diese Szene fand ich in der deutschen Synchro dermaßen schlecht gespielt, dass die Figuren wie Holzpuppen wirkten.
Durch den ganzen Film wurde auf Mitleid für den kleinen Jungen gesetzt, der mich jedoch nicht überzeugte.
Wer die Gefühle dem Film nicht abnimmt, sitzt da und fragt sich, was er mit dem Film noch anfangen kann.
Man ahnt die Botschaft des Films, sie ist jedoch so von den aufgesetzten Tränen so sehr durchtränkt, dass sie verschwimmt und nicht wahrgenommen wird.
Übrig bleiben gut anzusehende Bilder, die aber natürlich alleine nicht reichen.
Wer Gefühlskino nicht abgeneigt ist, kann sich dennoch den Film ansehen und selbst urteilen, ob die Tränen nun echt wirken oder nicht. (3/10)