Review

Entstanden nach einer gemeinsamen Drehbuch-Idee von Spielberg und dem göttlichen Stanley Kubrick, hat sich Spielberg hier ja bekanntlich als Nachlassverwalter betätigt. Herausgekommen ist ein sehr zwiespältiges Werk,
welches nicht richtig enttäuschen, aber auch nicht richtig
begeistern kann.

In der Hauptrolle ist Haley Joel Osment, das grässlich nervige Rotzbalg aus dem fürchterlich konventionellen und überschätzten THE SIXTH SENSE, der hier - tatata - seine Sache gut macht. Sehr eindringliches und glaubwürdiges Spiel, welches ich der arroganten Kotzgöre nicht zugetraut
hätte. Die Story ist sehr interessant und philosophisch, was durch Spielbergs tränentriefenden Familien-Inszenierungsstil leider verwässert wird. Trotzdem hält sich Spielberg weitestgehend zurück und es gelingt ihm speziell in der ersten halben Stunde ein intensives Kammerspiel.
Dann wird die Handlung "groß" und leider manchmal zu groß, so dass die (fantastischen) Effekte zu häufig im Vordergrund stehen. Das Ende hat dann mit Spielberg viel und mit Kubrick wenig zu tun, weil die Familie gegen
alles böse siegt. Schade!!!! Der Film hat viel Potential und kann streckenweise wirklich überzeugen (selbst die Musik von Williams ist ausnahmsweise mal weit entfernt von primitiven Bombast-Bläsersätzen und streckenweise fast avantgardistisch) aber das Ende und einige Sperenzchen im Verlauf des Films zerstören einen durchaus positiven
Gesamteindruck dermaßen, dass der Film an den Rand der Ärgerlichkeit rutscht.
Noch ein Wort zu den Effekten: Eine der besten und
glaubwürdigsten Leistungen, die ich seit langem sah.
Recht unentschlossene 7/10 Punkten, mit Tendenz sowohl zur 6 als auch sogar zur 5. Selten war ich so unschlüssig...

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