Review

Wunderbare Optik, zwei unerwartete Plotwendungen und ein bis zur Unerträglichkeit intensiv agierender Haley Joel Osment gehen einem ganz schön an die Nieren. Es gibt ein paar wirklich großartige Szenen, die den Film zu etwas Besonderem machen auch wenn hier und da einige Schwächen verwunden werden müssen. Zu erwähnen wäre auch noch Jude Law, dessen Darstellung des Mecha-Gigolos einfach wunderbare Körperartistik ist.
Dieser Film war ein Jahrzehnt lang das Wunschprojekt von Kultregisseur Stanley Kubrick der leider verstarb bevor er den Film realisieren konnte. Seine Frau bat seinen langjährigen Freund Steven Spielberg das Vermächtnis zu verwirklichen. Meiner Meinung nach ist der Film natürlich deutlich eher ein Spielberg geworden, doch mit einem Tiefgang den Spielberg doch oftmals vermissen lässt. Unterm Strich liefert Steven Spielberg eine großartige Leistung ab, jedoch bleibt auch der Gedanke, dass Kollege Kubrick eventuell einen anderen, vielleicht beklemmenderen Film gemacht hätte, aber das Ende bzw. alles was nach dem Eishelikopter kommt atmet doch deutlich Luft und Atmosphäre von Kubricks/A. C. Clarkes Lieblingsvisionen.
P.S.: Wer Osment nicht sehen kann hat hier natürlich verloren und wird diesen Film hassen, aber ich finde seine Darstellungen in Sixth Sense und auch hier überwältigend!!
Mit Minority Report definitiv mein Lieblings-Spielberg. Der Film strotzt vor Einfallsreichtum und man hat hier wirklich das Gefühl, das einige Beteiligten ihr Herzblut reingelegt haben.
Ich gebe 9,5/10 weinende Löwen

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