Review

The Dukes are back - obwohl, halt, ich kenne die Dukes ja noch gar nicht, die Kultserie aus den 80ern, die nun wie so viele andere TV-Serien von damals mehr oder weniger notwendigerweise eine Kinoauswertung erfährt. Was mit Filmen wie "Charlie's Angels" anfing, ging immer weiter und brachte dieses Jahr schon Nicole Kidman in der Kinofassung von "Bewitched" in die Kinos. Nun also auch die Dukes, die zeitgleich mit der Serie auch den Weg auf DVD finden. Die werde ich mir bei Gelegenheit mal besorgen, da der Film zumindest mir großen Spaß brachte…

Bo (Sean William Scott; „American Pie“, „Welcome to the Jungle“) und Luke Duke (Johnny Knoxville; „Jackass“) legen sich gerne mit der Polizei in Hazzard County an. Glücklicherweise haben sie ihren Wagen, General Lee, mit dem man gut vor den Gesetzeshütern flüchten kann. Auch dieses Jahr soll Bo mit diesem bei der großen Hazzard County Rally den Sieg einfahren – zum 5. Mal in Folge. Doch das will County-Boss Hogg (Burt Reynolds; „Boogie Nights“) mit seinem gesponserten Team verhindern, während er den Dukes auch noch ihr Land wegkaufen will. Warum gilt es herauszufinden – und neben all den Verfolgungsjagden während der nächsten Tage sollte General Lee auch funktionsfähig bleiben…

Die Story bildet den Aufhänger für Spaß, Spaß, Spaß. Und das dürft nicht nur daran liegen, dass ich vorher den besch..eidenen „New Police Story“ in der Doppelsneak sah, sondern auch jeder andere Zuschauer sollte hier 100 Minuten lang pure Unterhaltung ohne jeglichen Tiefgang geboten bekommen.
Das fängt schon beim Darstellergespann Scott/Knoxville in den Hauptrollen an. Der Spielspaß überträgt sich rasend schnell auf die Zuschauer, die von Anfang an mit einem Dauergrinsen im Kinosessel sitzen sollten, was des Öfteren in Lachattacken endet. Sie kloppen sich die dummen Sprüche ebenso um die Ohren wie die Fäuste um die Lauscher der Gegner. Eine einzige Szene im humoristischen Bereich herauszuheben, ginge gar nicht, da sie doch von den Actioneinlagen dominiert und mit Onelinern und Dialogen garniert wurden. Dadurch entsteht kein Humorloch und man hat immer was zu lachen.

Aber auch auf der Actionschiene geht es hier gut ab. Er wird gekloppt, geschossen, über die Straße gefegt, ineinander gekracht, ein Stunt an den anderen gereiht und es folgt die ein oder andere Explosion, die für manch Schweißperle auf der Stirn der Protagonisten sorgt… Wer hier am Boden oder im Straßengraben landet, ist klar. Die „Helden“ werden siegen, so viel ist ebenfalls klar. Doch das ein oder andere Problem der beiden Cousins kann nur mit Hilfe ihrer Cousine Daisy (Jessica Simpson) in den knappsten oder gar nicht vorhandenen Hotpants gelöst werden. Immer wieder fallen die Hüllen, um männliche Polizisten abzulenken, zu verwirren oder ihnen Informationen zu entlocken. Das kann zu der ein oder anderen Missachtung der Freundin, sofern sie im Kino sitzt, führen, weshalb man sich hier genau überlegen sollte, wie man beides unter einen Hut bringt, zumal Simpson nicht die einzige ist, die etwas für das männliche Auge bietet, sondern alle paar Minuten wird dieses erfreut.

Von den Charakteren sollte man allerdings nicht viel erwarten. Typische Charakterzeichnung – es gibt die Guten, es gibt die Bösen, die Guten besiegen die Bösen und genau so sollen auch die Sympathien beim Zuschauer verteilt sein. Während die Sympathien der Männer sicherlich bei Jessica Simpson liegen, sind die beiden Chaoten zwar mehr oder weniger die Helden, allerdings sind sie auch keine Vorzeigeleute. Immerhin deutlich sympathischer als Burt Reynolds als arrogantes Arschloch.

Bo und Luke schlittern immer wieder in ausweglose Situationen, aus denen meistens nur die Flucht nach vorne Aussicht auf Erfolg gibt, wenn Jessica Simpson oder ihr Bikini mal verhindert sind. Das führt zu den angesprochenen Autoverfolgungen inklusive Stunts. Aber bevor die Szenen ausufern, sind sie auch schon zu Ende, sodass diese einem nie auf die Nerven gehen, genauso wie der Film selbst. Bevor es langweilig werden könnte, ist der Film zu Ende und die dürftige Story fertig gestrickt.

Im Abspann darf man dann noch betrachten, wie einige Crashs und Sprünge misslungen sind und wie viele Autos hier geschrottet wurden. Geld war wohl da und somit konnte man sich das leisten. Also auf jeden Fall sitzen bleiben und die Crashshow ein weiteres Mal genießen.

Viel mehr kann man auch schon nicht sagen. Hier wird Spaß für den groß geschrieben, der sich darauf einlassen kann und sich von den Schauspielern anstecken lässt. Wie viel Spaß die beim Dreh hatten, merkt man jede Minute und muss das nur in sich aufnehmen. Dann hat man hier 100 Minuten Non-Stop-Actionspaß zusammen mit dem sexistischen Johnny und dem verliebten Scott, der schlussendlich seine große Liebe anders findet, als man das erwarten kann. Simpson guckt ab und an mal rein, hat aber nichts zu tun als heiß auszusehen und den Männern im Film wie im Kinosessel den Kopf zu verdrehen. Talent braucht es da nicht viel. Auch Erwähnung sollten Opa „Ich habe immer einen passenden Witz auf Lager“ Duke und der Gürteltierhelm tragende Cooter finden, die die lustigsten Nebenrollen spielen.
Der Anspruch liegt platt gefahren irgendwo in den tiefsten Untiefen im unwegsamsten Gelände begraben, aber den gibt der Film auch nicht vor. Humor und Action stimmen auf jeden Fall, die Verfolgungsjagden sind rasant und krachend und Jessica Simpson ist verdammt heiß. Ein absoluter Spaßfilm, der zwar absolut unnötig ist, aber sein Ziel - die Unterhaltung - erreicht. Viel Spaß dabei…

Details
Ähnliche Filme