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Der nächste Japan-Sicko, der mit "Provokationen" und "Tabubrüchen" nur so um sich wirft. Dabei wurde alles mit der Handkamera abgefilmt und spottbillig inszeniert - Hauptsache, der nächste Schlag in die Magengrube sitzt, symbolisch gesehen. Einmal mehr geht es um fast unvorstellbare seelische und sexuelle Abgründe. Während "Girl Hell 1999" hier tatsächlich keine Gefangenen nimmt, wurde rein handwerklich fast alles versäumt, was einen wirklich akzeptablen Streifen ausmacht. So funktioniert das Werk mehr als plumper wie nihilistischer Gewaltporno anstelle eines richtig gelungenen Schockers. Unfreiwillige Albernheiten waren vermutlich gar nicht mal mit einkalkuliert. Nur, wer in diesem Bereich alles gesehen haben muss...
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Nee, diese verrückten Japaner und ihre "erotisch" angehauchten Gewaltdramen. Der Titel bringt es bereits auf den Punkt: Ein süßes Schulmädchen erlebt tagtäglich die Hölle, weil sich in ihrem Umfeld nur kranke und perverse Individuen befinden. Trotz seiner nur 65 Minuten Laufzeit ist GIRL HELL 1999 phasenweise ziemlich langatmig. Für Horrorfans ist er, obwohl diverse blutige Taten zu begutachten sind, auch weitestgehend uninteressant. Attestieren muss man dem kleinen Direct-to-Video-Produkt aber einen konsequenten Hang zum Hässlichen, Abartigen und Unappetitlichen. Sex mit fetten Chicks? Sex mit Invaliden? Urinabzapfen? Eigentlich haben es hier schon mit einem waschechten Sicko zu tun. Die Darstellung der geistig behinderten Obdachlosen ist auch sehr fragwürdig. Selbst ein anderes Ende, das mehr Sinn ergeben würde, hätte das fiese Treiben nicht großartig aufwerten können.