Review

Behindertengefecht

Das nenne ich mal extreme „Inklusion“ und seiner Zeit voraus… In „Crippled Avengers“ aka „Vier gnadenlose Rächer“ der Shaw Brothers werden vier Kämpfer überrumpelt, schwer verwundet und dadurch verschiedenst behindert… Doch ein paar fehlende Körperteile und Einschränkungen halten die verwundete Truppe noch lange nicht davon ab Rache zu nehmen… Erst recht nicht am grausamen Tyrannen und seinem ebenfalls körperlich behinderten Sohn samt „Go-Go-Gadget“-Gedächtnis-Eisenhänden… 

Keine Arme, viele Kekse

In manchen Regionen zu Unrecht als Sequel vertrieben, könnte „Crippled Avengers“ kaum mehr Original sein. Dieses gemeingefährliche Geschoss der Shaw Brüder kommt ganz über seine verrückten Ideen, Kampfstile, Waffen und, ja, Behinderungen. Denn gerade wie er hier u.a. Blindheit und Taubheit oder körperliche „Stümmel“ zum trickreichen Kämpfen umgestaltet, ist das Eintrittsgeld alleine schon wert und bleibt sowas von im Gedächtnis! Behinderungen und Handicaps in mehrfacher Hinsicht als Stärke - genial! Wäre ich behindert, ich würd's hundertprozentig feiern. Und tue Gleiches eben nun. „Crippled Avengers“ gibt keinen Fußkick auf Zeitgeist und political correctness - und das tut gnadenlos gut, das nimmt man ihm null krumm! Jede seiner Kampfszenen wäre schon unter normalen Umständen sehr gut - aber Techniken samt wandlungsreichen Eisenhänden oder magischen Augenbinden hieven das Spektakel auf ein ganz neues Niveau. Unbedingt ansehen! Lustig, brutal, speziell. Der Zirkus ist in der Stadt, Jungs! 

Fazit: eines der politisch unkorrektesten, kreativsten und köstlichsten Kampfspektakel der Shaw Brothers… Gehandicapt und glorreich! 

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