Außerirdische landen auf der Erde. Genauer gesagt auf einer gottverlassenden Insel vor Wales. Was sie dort genau wollen ist nicht überliefert, doch ist der extraterrestrische Besuch Grund genug für ein sensationslüsternes Kamerateam inklusive eines schwulen Theaterschauspielers und eines bebrillten UFO-Freaks, der Einöde einen Besuch abzustatten. Als durchgeknallte Einheimische aus Rache einige Aliens massakrieren und zudem eine zeitige Abreise durch die Flut verhindert wird, muss sich die einfältige Truppe in ihrer Haut erwehren.
Wie es sich für einen guten Fun-Splatter gehört, dürfen dabei abgetrennte Gliedmaßen, spritzendes Blut und möglichst einfallsreiche Todesarten natürlich nicht fehlen – und die werden einem hier nach einer harmlosen, aber kurzweiligen ersten halben Stunde im Minutentakt serviert. Eine Pfählung à la „Cannibal Holocaust“ und eine CGI-generierte Metzelorgie mit einem Mähdrescher stellen dabei noch die Höhepunkte dar, aber auch alles weitere kann sich effektetechnisch durchaus sehen lassen und wirkt aufgrund von Schnitt und Kameraführung professioneller, als man es in Anbetracht des geringen Budgets erwarten könnte.
Auch ist es nur positiv zu erwähnen, dass der mal makabere, mal alberne und teils sehr niveaulose Humor, der sich auch für einige Obszönitäten nicht zu schade ist, in diesem als „Trash“ konzipierten Streifen stets gewollt ist und doch bestens funktioniert, auch wenn sich die Szenen mit den außerirdischen Embryos in ihrem Härtegrad nicht so recht mit dem lockeren Gesamtbild des Streifens vereinbaren lassen. Ein kleines Manko, das den Spaß zwischenzeitlich etwas trübt, aber letztlich nicht weiter ins Gewicht fällt. Die Darsteller machen ihre Sache ebenfalls sehr gut und bringen ihre eindimensionalen, aber recht drolligen Charaktere überzeugend und sympathisch rüber. Für die durchweg kurzweilige Handlung ist dies natürlich nur förderlich.
„Evil Aliens“ ist eine simpel gestrickte, aber gelungene Independant-SciFi-Splatter-Komödie, die nie mehr sein will als ein witziger Partyfilm und dies dank der unbekümmerten und gewollt trashigen Inszenierweise auch mühelos erreicht. Sicher kein großer Wurf, aber solide Unterhaltung für zwischendurch.