Durchschnittlicher Militärkrimi mit Sean Connery.
Story:
Im Presidio in San Francisco wird ein weiblicher Soldat erschossen. Bei den Ermittlungen stoßen der Policedetective Austin (Mark Harmon) und der Colonel Calloway (Sean Connery) aufeinander. Beide können sich nicht leiden, was auf einem alten Konflikt beruht. Wegen Calloway trat Austin aus dem Militär aus. Zu allem Überfluss verliebt sich Auston auch noch in Calloways Tochter (Meg Ryan), das tut der Zusammenarbeit der beiden nicht gut...
Was gut anfängt, ödet sehr schnell an. Der Mord wird aus den Augen verloren, statt dessen werden die Hauptfiguren in den Vordergrund gerückt. Der Mord ist nur mittels zum Zweck um die 2 Hauptfiguren zusammenzuführen, damit ein Konflikt entsteht. Aber das interessiert den Zuschauer nicht. Er will den Fall gelöst haben. Der Film kommt einfach zu weit von der klaren Linie ab und verfängt sich......
Musik:
Neben militärischer Musik, wird einem hier spannungsfördernde Musik mit Geigen und Schlagzeug in der inzwischen altmodischen 80er Jahre Musik geboten. Erinnert an Klassiker wie Cityhai oder Beverly Hills Cop. Ab und zu ist auch klassisch spannende Klaviermusik zu finden.
Atmosphäre:
Die Inszenierung der Story ist zu langatmig geraten, so dass der Zuschauer schnell das Interesse verliert. Statt weiter auf die Story einzugehen und Spannung zu erzeugen verfängt sich der Film in einen Vater Tochter und Austin/Calloway Konflikt. Der Film manövriert sich so in eine Sackgasse, aus der er nur schwierig wieder herausfindet. Da können ein paar hübsche Aufnahmen San Franciscos auch nichts retten. Die seltenen Verfolgungsjagden sind allesamt zu kurz und unspektakulär geraten. Nur die Endschiesserei ist einigermaßen gut und spannend gelungen. Der Versuch den Film mit einem angetrunkenen Connery mittels Humor aufzulockern scheitert kläglich. Die Erotikszenen öden dann auch nur noch an......
Schauspieler:
Sean Connery spielt wie gewohnt auf hohem Niveau den grantigen Eisblock des Colonel Calloway, der aber als erstes von den beiden das Eis bricht. Zwar nicht so schillernd wie gewohnt, aber immer noch gut. Das er überlegte, wortkarge Figuren spielen kann, weiss man spätestens seit „Die Name der Rose“. Seine gewohnte sympathische Ausstrahlung behält er aber wieder bei. Witzig ist aber seine irgendwie unbeholfene Rolle des streitenden Vaters, eine sonst eigentlich für Connery untypische Situation.
Mark Harmon spielt den Jungen Polizisten Austin. Auch wenn er gut aussieht und Meg Ryan verführt, wirkt er neben Sean Connery wie ein Zwerg und kann neben ihm nicht bestehen. Schauspielerisch ist er leider nur durchschnittlich. Für einen Polizisten, der inzwischen aus dem Militär ausgetreten ist spielt er seine Rolle zu unerfahren und einfältig. Auf der einen Seite der Liebhaber, auf der anderen Seite der emotionelle Draufgänger. Seine Art wirkt auf den Zuschauer auch eher unsympathisch als draufgängerisch und cool.
Fazit:
Langweiliges Militärkrimi mit einem guten Sean Connery aber lauer Story......