„Airplane“ alias „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“, der erste große ZAZ-Erfolg, zog ein Sequel nach sich, allerdings ohne das ZAZ-Team an Bord.
In „Airplane II“ hat man den ersten Passagierflug zum Mond eingerichtet, wobei Elaine Dickinson (Julie Hagerty) als technische Offizierin mit an Bord ist. Ted Striker (Robert Hays), Held des Vorgängers, ist in einer Anstalt, da man ihm die Schuld an einem abgestürzten Testflug gab. Als er hört, dass die Fähre startet, obwohl fehlerhafte Teile eingebaut sind, will er ihn aufhalten. Doch als er Bord geht, startet die Maschine schon in eine turbulente Odyssee...
Obwohl ZAZ hier nicht mehr an Bord waren, orientiert sich auch „Airplane II“ an deren Rezepten, bei denen die Behelfsstory nur Aufhänger für absurd-unrealistische Gags ist. Auch sonst folgt man hier arg brav den vom Vorgänger etablierten Strukturen, wobei „Airplane II“ dies nicht verheimlicht, oft sogar bewusst darauf anspielt. Es wird mit Rückblenden auf den Vorgänger verwiesen, viele Figuren tauchen wieder auf und diverse Running Gags hat man übernommen, z.B. dass Teds Gesprächspartner sich lieber das Leben nehmen als dauerhaft seinem Gejammer zuzuhören.
So wirkt es auch nicht schlimm, dass „Airplane II“ nicht nur anspielt, sondern teilweise einfach auch Gags aus dem Vorgänger kopiert, jedoch fehlt den „Airplane“-Filmen das gewisse Etwas, was spätere, ähnlich gelagerte Comedykracher wie „Die nackte Kanone“ oder „Hot Shots“ auszeichnete. Sicher sind die absurden Gags amüsant, z.B. wenn waffentragende Terroristen durch den Metalldetektor gewinkt werden, während die Sicherheitsbeamten eine harmlose Rentnerin dann verprügeln, doch die Gagfrequenz der großen Nonsensfilme erreicht man nicht, immer mal wieder gibt es kleinere Durststrecken oder Witze, die einfach nicht zünden wollen.
Ähnlich wie der erste Teil parodiert man Katastrophenfilme, wenn hier mal wieder Piloten ausfallen und der Computer das Raumschiff gar in die Sonne lenken will. Als direkte Parodie wird mehrfach „2001“ attackiert, wenn der Bordcomputer ähnlich wie HAL in dem Kubrick-Film eigenwillig reagiert, aber insgesamt parodiert man eher das Genre an sich anstatt sich spezielle Filme herauszugreifen.
Robert Hays und Julie Hagerty blödeln ähnlich gut wie im ersten Teil, auch sonst ist die Besetzung gut aufgelegt, wenngleich ein einprägsamer Vollblutkomiker wie Leslie Nielsen in einer Hauptrolle hier fehlt. Dafür ist „Airplane II“ mit Gastauftritten gespickt, u.a. sind Chuck Connors, William Shatner, Rip Torn, Sonny Bono und Lloyd Bridges mit an Bord.
Bleibt unterm Strich ein ganz amüsanter Nonsensfilm, dem jedoch die Gagfrequenz der großen Werke dieser Art von Komödie fehlt. Zudem steht man teilweise im Schatten des Vorgängers, wenngleich man sich mit bewussten Anspielungen vom reinen Plagiat entfernen kann.