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Der aufstrebenden Anwältin Teddy Barnes (Glenn Close) steht ein brisanter Fall bevor. Dem Saubermann Jack Forrester (Jeff Bridges) wird der Mord an seiner wohlhabenden Frau zu Last gelegt. Während des Prozesses kommen sich die Pflichtverteidigerin und der Angeklagte nahe. Gefährlich nahe…?

„Das gezackte Messer“, so der Originaltitel wörtlich übersetzt, stammt aus der Feder von Joe Eszterhas, der für mehrere prickelnde Erotikthriller, darunter BASIC INSTINCT, SLIVER, JADE, SHOWGIRLS, verantwortlich ist. Mit Erotik ist’s hier eher mau. Der Streifen ist ein aalglatter Gerichtsfilm im Stile von ZWIELICHT, EINE FRAGE DER EHRE und AUS MANGEL AN BEWEISEN, DIE JURY. Ein wenig beliebtes Subgenre. DAS MESSER stellt jedoch einen durchwegs spannenden Vertreter seiner Gattung dar. Eine heiße Affäre im Tennisclub. Ein Frauenmörder wie im italienischen Krimi, ganz in schwarz und mit Sturmhaube. Vor Gericht wird mächtig viel schmutzige Wäsche gewaschen und bis zum Ende bleibt offen, ob Forrester seine Frau nicht vielleicht doch umgebracht hat.
Die Darsteller machen ihre Sache gut. Allen voran der damals noch relativ unbekannte Jeff Bridges (BIG LEBOWSKI, TRUE GRIT, TRON) und die asexuell und spießig wirkende Glenn Close (VERHÄNGNISVOLLE AFFÄRE, GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN). Unvergessen bleibt ihr XXL-Kaschmirmantel. Peter Coyote (E.T., BITTER MOON) liefert als argwöhnischer Staatsanwalt eine saubere, wenn auch hassenswerte Figur ab.
Kleines Kuriosum: Der hier verantwortliche Regisseur saß auch bei RÜCKKEHR DER JEDI-RITTER auf dem Regiestuhl.

Fazit:
Bis zum letzten Moment spannend.

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