American Gun ist viel besser als ich erwartete.Geschickt erzählt und verbindet AG Geschichten von Personen die unmittelbar oder mittelbar von einem verjährten Schulmassakker betroffen sind. Darunter in einer der Hauptrollen, die Mutter eines der Killer und dessen Bruder. Es wird geziegt,wie deren Altag weiter geht, wie die Umwelt mit Ihnen umgeht und wie sie sich weiterentwicklen.
Dann gibt es noch einen Schuldirektor, welcher versucht auf seine Weise damit umzugehen, gespielt von Forest Whitaker(und hier spielt er weitaus besser und ist passender besetzt als in 8 Blickwinkel)
Im Gesamten macht der Film alles richtig, zeigt die Menschen in realistischen Situation,passendem logischen Agieren und Reagieren und glaubhaften Dialogen. Ich hatte nie das Empfinden hier den moralischen Zeigefinger sehen zu bekommen. Dem Zuschauer wird völlig frei gestellt, wie er die Situation beurteilen möchten.Was einen großen Pluspunkt darstellt und dadurch auch nie das Interesse schwanken lässt, da man sich immer gut in die Situation reinversetzen kann und angestrengt ist sich selber zu fragen, wie man reagieren würde.
Nochmals, wirklich Klasse, das der Film versucht fernab irgendeiner Wertung auszukommen.Im Grundton ist es natürlich ein Anti-Waffen-Film.
Was ebenfalss sehr gefällt, ist mit welcher Konsequenz der Film bei seiner Linie bleibt.Deshalb gibt es auch keinen Superhelden oder Happyends oder irgendwelche urplötzlichen positiven Wendungen.Nein, der Film hinterlässt ein bitteren Geschmack, egal in welchem Handlungsstrang.
Fazit:
Sehr gute Darsteller, spannede Handlungen, mal die andere Seite eines schon bekannten Themas. Keine Spur Langeweile. Viele Situation in denen man sich selbst hinterfragt. Weitesgehend kein drängen in eine moralische Schublade.
Also wer fand, dass der Film Elephant das Thema gut umgesetzt hat, hat hiermit einen ebenwürdigen Film gefunden.
7,5 von 10 Punkten