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Wenn es Werwölfe gibt, in Englands Mooren, dann können die Werkarnickel nicht weit sein. Das dachte sich Nick Park, und ließ seinem liebenswerten Gespann WALLACE & GROMIT in deren immer noch recht aktuellen Kinofilm THE CURSE OF THE WERE-RABBIT ganz Absonderliches widerfahren. Sie sind Ungezieferjäger, deren einträgliche Mission es vor allem ist, das Riesengemüse in der Nachbarschaft vor gefräßigen Hasen zu schützen – so lange zumindest, bis die Züchter es anlässlich der alljährlichen Wahl des schönsten Riesengemüses auf dem Gut der lokalen Adelstussi präsentieren und um den Goldpokal wettstreiten können. Der findige Wallace konstruiert gar eine Frankensteinmaschine, die den Hasen den Hunger auf Möhren ein für alle mal vergellen soll. Denn, unfähig auch nur einem Kaninchen die Löffel zu krümmen, haben sie in ihrem Keller schon längst keinen Stall mehr frei, für die eingefangenen Nager, die sie dauerhaft von den Gärten ihrer Klienten fernhalten wollen. Wallaces Experiment mit seiner neuen Maschine geht etwas schief und das Versuchskaninchen scheint ein wenig traumatisiert. Die Verbindung zwischen diesem Versuch und den sich verdichtenden Gerüchten um ein gigantisches Kaninchen nachzuvollziehen, einem Monster, das die Gärten der Stadt verwüstet, dazu benötigen die Titelhelden noch eine Weile, und inzwischen stehen die Zeichen längst auf Chaos und darauf, unverzeihlich, dass der Wettbewerb gecancelt werden muss. Die Wut der Züchter richtet sich gegen Wallace und Gromit, die Unfähigen.
Trotz der ein ganz klein wenig dunkleren Nuancen, ist auch CURSE OF THE WERE-RABBIT ohne Abstriche ein echtes All-Ages-Vergnügen, das die Kleinen in schreiende Verzückung dirigieren und deren Eltern mit den zahlreich ausgelegten Referenzen auf ihre eigene Medien- und Welterfahrung zu sicherem Schmunzeln verführen wird – ich tease mal nur mit Hammer und Basil Rathbone.

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