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Der kleine Tony (Simon Nash) wird von Albträumen geplagt, in denen sein Vater (Philip Sayer) von Außerirdischen entführt wird. Der neue Freund seiner Mutter (Danny Brainin) deutet die Träume des Jungen als psychologischen Verdrängungsmechanismus gegen den wortlosen Abschied des Vaters vor drei Jahren. Eines Tages kehrt der Vater überraschend zurück, scheint jedoch verändert…

Harry Bromley Davenport versteht es geschickt, mit einer originellen Geschichte über die begrenzten technischen Möglichkeiten seiner mit geringen Mitteln realisierten Science-Fiction-Mär hinauszuweisen. Erstaunlich treffsicher bebildert er mit sprudelnder Fantasie die Gefühlswelt des kleinen Tony, der sich aus der Lebensplanung seiner Mutter ausgeschlossen fühlt und die Welt der Erwachsenen als kalt und feindselig erlebt. Erst mit der Rückkehr des Vaters und seinen außerirdischen Fähigkeiten scheint sich für den Jungen eine Chance auf das verloren geglaubte Familienidyll zu versprechen. In der Selbstverständlichkeit, mit der Tony den monströsen Taten seines Vaters folgt, erspürt der Film mit sicherem Instinkt das kinderfeindliche Klima einer Gesellschaft, deren Unwirtlichkeit die Flucht in eine Welt der Monster wie einen verheißungsvollen Ausweg erscheinen lässt. Ein einfach gemachter, aber faszinierender und bewegender B-Film.

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