Review

E.xtra T.ödlich


„Xtro“ ist ein ziemlich wirrer, ekliger, wahnsinniger Kultfilm rund um einen von Aliens entführten Familienvater, der drei Jahre später heimkehrt - äußerlich kaum verändert, aber innerlich als gefährliches Zwitterwesen mit Druck auf der Pumpe und Hunger u.a. auf Schlangeneier (?!)...

„Xtro“ geht in alle Richtungen. Schema F und Berechenbarkeit kann man ihm nicht vorwerfen. Obwohl er doch wie eine Kopie erscheint auf den ersten Blick. Oder zumindest Sammelsurium. Von saugend-glitschigen Außerirdischen über einen Mini-Killer-Panzer (!) oder anderes lebendig gewordenes Spielzeug bis hin zu einer unvergesslichen Geburt eines ausgewachsenen Mannes (!) aus einer armen Frau - das Ding geht in die Vollen! Selbst wenn es selbst meist nicht ganz weiß wohin. Faszinierendes Kuriosum. Und der einzig sehenswert Teil der Reihe. „Xtro“ schneidet sich von „E.T.“ bis „The Thing“ einiges vom „angesagten Scheiss“ der damaligen Zeit ab und mixt es gut durch. Dreimal. Und versetzt diesen Cocktail noch ein wenig mit LSD-Tabletten und Bahnhofskinoflair. Und das alles nimmt er bierernst. Nicht schlecht. Amateurhaft aber verdammt nochmal nicht schlecht. Ein Mitternachtshappen der klotzt und nicht kleckert. Als Kirsche bekommt man Bondgirl Maryam d'Abo splitterfasernackt - wow! Was will man(n) da als Genrefan noch mehr?! Vielleicht ein wenig mehr Beachtung für dieses schleimig-konfuse Kleinod?! Ach und der Score ist ziemlich eingänglich und geil. Günstig aber ballernd. Aus allen Rohren. 

Fazit: bizarrer und billiger Gegenentwurf zu „Mac & Me“. Für Fans von Low Budget-Schund und B-Movie-Banalitäten voller skurriler Sauereien und saftigen Schockeffekten. Ein unberechenbarer Alptraum aus Vergewaltigungsängsten und Invasion der Intimsphäre. Fein und fies. Familiendrama goes wrong. Cronenberg meets Scott. In Hinterhofqualität. 

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