Review

Dieses Review behandelt ausschließlich die Pilotfolge.

Wer morgens aufwacht, weil Vati und Mutti wie wahnsinnig herumschreien, der hat ein Trauma fürs Leben. Es ist ein schlimmer Tag für Sam (Jared Padalecki) und Dean Winchester (Jensen Ackles): Die beiden Brüder müssen mitten in der Nacht miterleben, wie ihr Vater sie aus dem Haus zerrt, denn ihre Mutter hängt von Geisterhand gehalten an der Zimmerdecke und geht in Flammen auf. Ihr Vater kann die Mutter nicht retten und so wachsen beide ohne Mutter auf.

20 Jahre später studiert Sam an der Stanford Universität. Eines Nachts wird er von Dean aufgesucht - ihr Vater war auf einem Jagd-Trip und ist seit einigen Tagen verschwunden. Der Vater hat jedoch nicht Tiere gejagt, sondern das Übernatürliche. Sam hat sich geschworen, nie wieder selbst auf die Jagd zu gehen, kann aber nun von Dean doch dazu überredet werden.

Der letzte Fall, an dem der Vater gearbeitet hat, soll dann auch ihr erster werden. In Jericho sind in den letzten Jahren viele Menschen spurlos verschwunden. Verantwortlich dafür war der Geist einer schönen Frau, der als Anhalter ins Auto der Opfer eingestiegen ist und sie dann an ein abgelegenes Haus gelockt hat, um sie umzubringen. Wer ist dieser Geist und warum bringt er die Leute um? Und wie vernichtet man ihn?

Die beiden Brüder ermitteln nun, indem sie sich z.B. als Reporter oder entfernte Verwandte der Opfer ausgeben und dann die beteiligten Personen befragen. Die "Ermittlungsmethoden" von Dean sind dabei teilweise echt amüsant. Um Informationen aus der Polizei herauszulocken, gibt er sich beispielsweise als Special Agent aus. Und seine Rolle spielt er dann so überzeugend, daß er auch noch gleich die Polizisten als Dilettanten aus der Kleinstadt beschimpft. Die Serie ist also nicht bierernst und hat einzelne humoristische Einlagen, diese werden jedoch nicht übertrieben.

Sam und Dean sind zwei ganz sympathische Charaktere. Sam ist der eher bodenständigere von beiden, während Dean ein Sprücheklopfer und Charmeur ist. Padalecki und Ackles passen sehr gut in die Rollen und machen ebenso wie die Nebendarsteller ihren Job ganz ordentlich.

Dean hört gerne Motörhead und Metallica, Sam kann damit nichts anfangen. Doch zum Glück bestimmt der Fahrer und damit Dean die Musik. Die Hintergrundmusik der Folge ist jedoch teilweise sehr aufdringlich. Ständig werden irgendwelche rockigen Charthits eingespielt (sowas kennt man aus Serien wie Smallville), wohl weil die Serie junge Zuschauer ansprechen soll. Ansonsten war die normale Filmmusikuntermalung der actionreicheren Szenen aber gut gelungen. Und die Serie machte den Eindruck einer erwachsenen und nicht einer Kiddieserie.

Die unheimlichen Szenen sind ziemlich gut gemacht und dürften bei zart Besaiteten ein echtes Gänsehautgefühl aufkommen lassen. Die Special Effects überzeugen, vor allem der Tod der Mutter durch das Feuer ist klasse in Szene gesetzt. Auch der Rest der Serie ist absolut ordentlich umgesetzt. Kameraführung, Atmosphäre und Farbgebung passen.

Alles in allem ist die Pilotfolge der als Mischung aus Akte X und Route 66 beschriebenen Serie gut gemacht und spannend.

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