Review

Inhalt:
Gerade sind die Geschehnisse aus dem ersten Teil vergangen, da will jemand in dem strahlenverseuchten Gebiet ein Vergnügenszentrum errichten und lässt zur Beruhigung ein paar Fässer entsorgen, doch die richtigen radioaktiven Fässer bleiben verschollen. Eine Reporterin wittert eine dolle Story, geht der Sache nach und muss feststellen, dass das tote Mamakrokodil aus Teil 1 ebenbürtigen Nachwuchs bekommen hat, der das Werk von Muttern weiterführt. Als die Reporterin verschwindet, kommt der Held aus Teil 1 hinzu und will wieder Nägel mit Köpfen machen.


Kritik:
Das brüllende Krokodil, das senkrecht im Wasser stehen und nur sein Maul bewegen kann, ist wieder da und man fragt sich: Warum eigentlich? Der erste Teil konnte schon nicht sonderlich überzeugen und dass Fortsetzungen meist weniger hergeben als ihr Vorgänger weiß man. Und das zeigt sich dann auch an bei dieser Fortsetzung.

Die Story ist einfallslos und bedient sich bei bekannten Vorbildern und zum Großteil auch beim ersten Teil. Der Hauptunterschied zwischen Teil 1 und 2 besteht darin, dass hier ein weiblicher Hauptcharakter mit von der Partie ist, nämlich die Reporterin und dass man zu Beginn des Films für ihre Vorstellung den Schauplatz des zivilisierten New York gewählt hat, was im krassen Gegensatz zu den restlichen Dschungelszenen steht und dem Film einiges an Wirkung nimmt.
Durch die Reporterin kommt etwas freiwilliger Humor mit in den Streifen, z.B. als sie einen Dieb auf frischer Tat an ihrem Auto erwischt oder einem lüsternen Schwarzen zeigt, wie man sich in New York gegen Sexualtäter wehrt.
Ansonsten bleibt alles beim Alten. Der Held aus Teil 1 ist wieder mit dabei und zeigt neben schauspielerischem Nichttalent, dass er auch für romantische Liebesszenen, welche uns im Vorgänger erspart wurden, nicht geeignet ist.
Sogar der hutwerfende Krokoexperte ist wieder, wenn auch nur kurz, dabei und spricht vor seinem Filmtod den wohl größten Satz seiner Kariere: "Du musst meinen Tod rächen!".

Auch das Echsenvieh ist das alte und zeichnet sich nach wie vor durch körperliche Bewegungslosigkeit (besonders auffällig an den Augen) und merkwürdige Fortbewegung aus.
Immerhin hat es wieder einige blutige Nettigkeiten parat, wenn es zum Beispiel ein paar singende Mohrenjungen zu sich ins Wasser bittet oder dem bereits erwähnten Lüstling des Kopf abschnabuliert.
Improvisationtalent beweist es dann, als sich ein paar Hallodries in einer Holzbude verkriechen. Da wird kurzerhand die gesamte Butze samt essbarem Inhalt ins kühle Nass befördert.
Die ulkigste Szene hebt man sich aber für den Schluss auf, als unser Held sich an dem Ungetüm festklammert und dieses mit ihm immer wieder auf- und untertaucht. Bei der Umsetzung hat man hier bei den Nahaufnahmen (Auftauchen) auf den echten Darsteller und das bisherige Wassertier zurückgegriffen, verwendete aber bei den Fernaufnahmen (Abtauchen) Spielzeugfiguren, die in die Badewanne geklatscht wurden. Das sieht unglaublich komisch aus!

Auch bei der Musik vertraut man auf Altbewährtes und das ist auch gut so, denn die Musik geht ins Ohr und lässt stellenweise ein Spannungsgefühl aufkommen, was vielleicht auch an der "Der Weiße Hai"-Lastigkeit liegt.

Wie dem auch sei, da meine Pizza gleich fertig ist, ist hier jetzt Schluss für heute, obwohl...wenn ich an den albernen Schluss des Films denke, muss ich schmunzeln, denn nach getaner Arbeit umarmt sich unser Heldenpärchen und die wahren Giftfässer tauchen urplötzlich auf, was die beiden kurz freudig vernehmen und weitertriumphieren.

Insgesamt eindeutig schwächer als Teil 1, aber stellenweise recht amüsant, wenn auch ungewollt. Mit Pizza und Bier sicherlich erträglich und diese beiden Dinge werde ich mir jetzt auch geben. Prost!

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