Ein Fass mit radioaktivem Giftmüll kommt einem Soldaten in einer Hinterwäldlergegend abhanden, der sich bekifft nicht gleich mit einem schießwütigen Redneck darum streiten will. Statt dessen freut sich der degenerierte Fettsack über das hübsch mit lustigen Zeichen bemalte Fass, dass er sogleich dem Nachbarsclan als tolle Destille andreht. Die Schnapsbrenner fackeln nicht lang und produzieren nichts ahnend ihre neue Sorte eines grünen Schnapses, der zwar übel schmeckt, aber zu wirken scheint. Kurzum wird die Gegend mit dem Gebräu beliefert, das als Nebenwirkung die Rednecks in blutrünstige Zombies verwandelt. Eine Gruppe Wanderer bringt das in ernsthafte Schwierigkeiten, als die ersten von ihnen zerstückelt gefunden werden. Offensichtlich von "Return Of The Living Dead" inspiriert drehten ein paar Amateure ihre Version der Giftmüllkatastrophe ab, und das ganz famos. Gespickt mit allerlei Anspielungen auf das Backwood-Genre, bzw. die dumpfe Landbevölkerung des Südens sind einige Lacher drin. Nicht nur Seitenhiebe auf Rassissmus und Antisemitismus, sondern auch die Schnapsbrennerfamilie amüsieren, wenn der Vater mit seinen verblödeten Söhnen ein strenges Regiment führt ("Ich hab' dich bei der Mutter rausgezogen, ich schieb dich auch wieder rein."). Die deutsche Billigsynchro unterstreicht den Trashcharakter und rückt diese No-Budget-Perle des schlechten Geschmacks in die Nähe von Tromastreifen wie "Schrei Lauter", auch was die reichlich ausgedehnten Splatterszenen anbetrifft. Hier bewegt man sich ebenfalls im Bereich ähnlicher Amateurwerke und setzt ganz klar auf Quantität, was den Unterhaltungswert nicht mindert. Sowohl Unmengen an Kunstblut kommen zum Einsatz, als auch Beißereien, Fressattacken und immer wieder grüner Schleim. Dabei schwebt Tom Savini mit seinen Zombie FX als großes Vorbild über dem Ganzen, ohne das dessen Klasse erreicht wird. Zu keiner Sekunde nimmt sich "Redneck Zombies" selbst ernst, sondern parodiert einige Größen des Genres. So tauchen einige dem "Blutgericht In Texas" entliehene Versatzstücke auf, der verrückte Anhalter, der sich selbst verstümmelt, ist hier z.B. mit einem Rasierer statt Rasiermesser bewaffnet und der freischaffende Schlachter ist alles andere als nett aufgelegt. Zur Höchstform läuft dieser Streifen auf, wenn das Destillat eine verzerrte Optik verursacht, gegen die die kiffenden Urlauber richtig blass aussehen. Zur Krönung gibt es noch eine improvisierte Obduktion auf LSD, die das makabere Highlight markiert. Ein Verweis auf Drogenguru Timothy Leary ist da nur all zu passend eingebaut. Ein sehr kurzweiliges Werk, wenn man darauf klar kommt, dass sich die Gags auf einer Bandbreite von schwarzhumorig bis albern bewegen, doch da gibt es Schlimmeres.
Klasse Funsplatter mit erfrischenden Ideen. Eine echte Trashgranate unter den vielen Amateurstreifen mit ähnlichem Grundgerüst. 7/10 Punkten