Review

"Redneck Zombies" ist ein weiterer der endlosen Vertreter aus dem Zombiegenre, doch zugleich auch ein Amateurfilm. Und für so einen ist er recht ordentlich gemacht, er kann sich von der Filmqualität und der Machart auf jeden Fall mit Olaf Ittenbach´s Werken messen. Dass dieser Film verboten ist, macht ihn natürlich sehr interessant, doch ich muss sagen, dass die Beschlagnahme nicht gerechtfertigt ist. In Anbetracht dessen, dass es nur ein Amateurfilm ist, sowieso. Da müssten Premutos und Co auch beschlagnahmt sein. Warum es ausgerechnet "Redneck Zombies" erwischt hat, bleibt ein Rätsel.

Der größte Schwachpunkt des Films ist meiner Meinung nach die erste Stunde. Denn die ist relativ ereignislos und Splatter ist auch noch nicht in Sicht. Diesen kriegt man erst am Schluss geboten, und das sind wirklich recht ansehnliche Effekte; der Schluss des Films macht einiges wieder wett. Zuvor muss man die Blödeleien der Protagonisten ertragen, was sich alles sehr auf Trashniveau bewegt. Man sollte bei "Redneck Zombies" nicht nur Splatterfan, sondern auch Trashfan sein; ansonsten kann man diesen Werk nicht genießen. Ähnlich wie bei "Street Trash" hat hier das Trinken einer für Schnaps gehaltenen Flüssigkeit verheerende Auswirkungen. Nur schmilzt man hier nicht, sondern wird zu einem mordlüsternem Zombie ;-)

Die Synchronisation ist sehr falsch betont und passt oftmals gar nicht. Und so partymäßig witzig, wie viele den Film hier beschreiben, ist er auch nicht. Also er ist stellenweise schon recht lustig, aber nicht konsequent. Wie in allen Amateurfilmen nehmen die Darsteller die Situation immer recht locker, und es scheint niemanden besonders zu wundern, dass hier Zombies rumlaufen. Das witzigste bei solchen Filmen ist eigentlich immer, wenn sie versuchen, sich ernst zu nehmen. Hier beispielsweise wie einer der Darsteller mal eben auf die Lösung kommt, nämlich dass es sich um durch den radioaktiven Giftmüll mutierte Kreaturen handelt, die früher mal Menschen waren.
Und wenn mal eine Leiche gefunden wird, dann beginnt das große Overacting mit Gekreische und Herumgerenne. Als Location für diesen Film hält ein Wald her, in dem sich der komplette Film abspielt, manchmal aber auch in irgendwelchen Hütten.

Fazit: Entweder hätte man sich storytechnisch mehr einfallen lassen müssen, oder die Laufzeit mit mehr Splatter füllen müssen, denn ansonsten ensteht ein großer Schwachpunkt, wie es hier der Fall ist. Für Splatter - und Trashfans ist der Film aber mal nen Blick wert, und eben noch für Sammler verbotener Machwerke und Komplettisten.

6/10 Punkte vom Splatterfreak!

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