Das größte Spiel seines Lebens
Bill Paxton inszenierte 4 Jahre nach seinem Erstlingswerk "Dämonisch" (und einem Kurzfilm) einen, im Gegensatz zum Erstgenannten, familiengerechten "Sport-(Golf)-Film".
Mit dabei der damals noch unbekannte Shia LaBeouf als Hauptdarsteller "Francis Ouimet" der später in Blockbustern wie "Transformers", "Disturia" oder dem neuen "Indiana Jones" mitspielen sollte. Und da werden auch bestimmt auch noch einige Folgen da er auch in "Das größte Spiel seines Lebens" voll überzeugen kann.
Leider ging der Film in den US Kinos etwas unter, was ich mal wieder überhaupt nicht verstehen kann, aber das gibt es ja des öfteren.
Es wird eben daran gelegen haben das sich nur wenige Leute richtig für Golf interresieren (mich eingeschlossen), dadurch aber einen echt tollen, unterhaltsamen und klasse inszenierten Film verpassten.
Inhaltsangabe: (entnehme ich Starmagazin.net)
Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Francis Ouimet ist der Sohn einer armen irischen Einwandererfamilie.
Sein Vater hasst den Golfsport, weil diesen nur reiche und wichtige Leute ausüben und ausgerechnet vor seinem Haus ist ein Golfplatz.
Francis war von Anfang an begeistert von diesem Sport und übte zuhause täglich.
Nebenbei arbeitet er als Caddie und hofft, auch einmal auf den großen Plätzen spielen zu können. Leider stellte er schnell fest, dass Caddies nicht auf den Plätzen spielen dürfen.
Doch Francis bekommt eine Chance sich zu beweisen, aber sein Vater verbot ihm das weitere Spielen.
Am Ende einigten sich die beiden darauf, dass wenn er das nächste Spiel verliert nie wieder Golfspielen wird und wenn er gewinnt düref er weiterspielen.
Francis verliert das Spiel und hört tatsächlich erst einmal mit dem Spielen auf. Doch dann tart sich eine neue Chance auf.
Überraschenderweise wurde er bei den prestigeträchtigen US-Open zugelassen.
Er schafft es, mit einer Reihe perfekten Schlägen und der Hilfe seines gewitzten, erst zehnjährigen Caddys gegen alle Widerstände ins Finale vorzukämpfen!
Dort trifft er auf sein Idol, den amtierenden Weltmeister Herry Vardon.
Für den hochtalentierten 20-Jährigen wird dieses Match zum alles entscheidenden, größten Spiel seines Lebens ...
Der Film unterhält über seine 2 Stunden Spieldauer wirklich auf ganzer Linie, ist humorvoll, teils sogar spannend, optisch ein Leckerbissen und einfach mitreißend was auch den guten Darstellen bis in die kleinsten Rollen zu verdanken ist.
Ein großes Lob gehört demnach auch Kameramann "Shane Hurlbut" der die Bilder einfach fantastisch einfängt.
Er lässt die Kamera teilweise förmlich mit dem Ball über den Platz oder zwischen den Bäumen fliegen wie man es vorher noch nie gesehen hat. Das ganze sieht toll aus und bringt einiges an Tempo mit sich. Aber auch sonst hat der Film auf dieser Ebene genug Ideen und schöne Bilder zu bieten.
Natürlich gibt es auch einige witzige Szenen. Diese sind wohl dosiert über den Film verteilt und gehören meist dem kleinen Eddie oder den 2 Engländern.
Negatives kann ich eigentlich kaum etwas finden. Längen gibt es eigentlich nicht, wenn überhaupt dann hätte man den Anfang etwas Straffen können, und die Qualifikation für "Francis" geht zu schnell,aber das ist Ansichtssache und sind nur Kleinigkeiten. Ich bin mit Sicherheit kein Golfbegeisterter, und kann damit jedem anderen der gerne Filme schaut diesen Film nur wärmstens ans Herz legen.
Das der Film in den Kinos floppte und (deshalb wahrscheinlich) auch recht unbekannt ist, ist nicht nur Schade, sondern nicht nachvollziehbar.
Ich hoffe das der Film auf DVD noch einiges einspielen kann. Da er im 1,85:1 Format gedreht wurde macht er auch auf den heimischen TV`s (4:3 und vor allem 16:9) ein tolles Bild.
Fazit:
Bill Paxton gelang mit "Das größte Spiel seines Lebens" ein mindestens genauso guter Film wie sein voheriges Werk, (auch wenn total unterschiedlich) und zeigt uns das er nicht nur Schauspielern kann sondern auch ein ebenso guter Regiesseur ist.
Extrem Unterhaltsam, toll gespielt und inszeniert, humorvoll und für so gut wie jeden geeignet der gerne Filme schaut.
Negative Aspekte gibt es kaum und wenn dann nur Peanuts und kaum der Rede wert.
Meine Empfehlung bekommt der Film jedenfalls.9/10 Punkte