Review

The Feareners

Neil Jordan ist sicherlich einer der unterschätzteren Regisseure seiner Generation - und ein chaotischer wie charmanter Querschläger a la "High Spirits (irgendwo zwischen "The Frighteners", "Haunted Hill", „Splash“, "Young Frankenstein" und "Clue") gibt ein wenig Auskunft, warum... In der schwer kategorisierbaren gothic Gruselkomödie bewirbt ein verzweifelter und finanziell in die Enge getriebener alter Mann sein altes irisches Schloss am Meer für Touristen als Geisterhotspot. Doch nach anfänglicher Skepsis, Langeweile und Spinnwebenödnis bei er ersten Busladung an Touris fängt es in den alten Gemäuern eventuell wirklich an zu spuken...

Die Geister mit denen ich schlief

 "High Spirits" ist ein großer, naiver und süßer Spaß. Und meiner Meinung nach ein exzellenter "kindlicher Grusler". Klar, die Kleinen verstehen nicht jede Anspielung, nicht jeden Metakommentar und nicht jeden doppelten Boden. Von den vielen grandiosen bekannten Gesichter von Peter O'Toole bis Jennifer Tilly ganz zu schweigen. Auch manch ein sexuelles Innuendo passt dann eher nicht. Aber durch sein Tempo, seinen Wahnwitz und seine Kreativität macht Neil Jordan das hier im Kern für jede Altersklasse fit. Ja, es ist ein Chaos, auch die Balance und der Ton sind immer etwas off und unberechenbar. Aber das macht "High Spirits" für mich nur noch liebenswerter. Fast schon zu einem echten Geheimtipp. Mit starker Chemie im Allstarcast. Und aufwändig, spektakulär und handgemacht obendrauf! Wenn Fledermäuse durch die Schlossgänge sausen, Betten sich leidenschaftlich schnell drehen und Ritterrüstungen anfangen Rollschuh zu fahren, dann kommt sowohl der Filmfan als auch das Kind in mir aus dem Grinsen nur schwer raus... 

Fazit: Geister, Geistesblitze und Gratwanderungen... Was für ein geistreiches Tohuwabohu! 

Details
Ähnliche Filme