Der schmächtige Schuljunge Tadashi wird auserwählt, sein Land gegen das Böse zu verteidigen. Auf seiner Mission, in einem Wald ein mysteriöses Schwert zu finden, freundet er sich mit einigen seltsamen Wesen an, die ihm im Kampf gegen einen Haufen böser Dämonen zur Seite stehen.
Mit Krieg der Dämonen hat Regisseur Miike mal wieder ein seltsames Werk hingelegt. Die ersten zwanzig Minuten dachte ich fast ich hätte versehentlich den Kinderkanal eingeschaltet. Ein Kurzer darf die Hauptrolle spielen und auch die ersten Monsterkostüme die man zu Gesicht bekommt haben maximal Power Rangers Niveau. Wovon der Film eigentlich handelt darf sich der Zuschauer erfolglos selbst zusammenreimen, da logisches Storytelling generell nicht gerade die Stärke des Films darstellt. Wenn man dann mal grob geschnallt hat worum es eigentlich geht, ist es ein recht amüsanter Fantasy Abenteuerfilm der sehr aufwendig inszeniert wurde, die Sets sind liebevoll und einige der CGI Monster sind wirklich gut gelungen. Da haben die Macher wirklich ordentlich Herzblut und einen ganzen Haufen Yen investiert. Im Finale sind dann aber dafür offensichtlich endgültig mit Miike die Pferde durchgegangen. Was da an Massen von diversen Kostümen auffährt ist grandios, das ganze wirkt zwar eher nach Karneval in Tokio als nach einem Krieg der Dämonen ist aber soweit unterhaltsam, wenn mir jetzt noch jemand logisch erklären könnte was im Schlußkampf gegen den bösen Obermotz passiert wär ich dankbar, da ich die letzten Minuten wieder im No-Comprende-Modus über mich ergehen lassen mußte. Wie hier gibt es viele Szenen die man wohl ohne profunde Kenntnisse der japanischen Mytholgie als durchschnittlicher europäischer Nasenbär schlicht und ergreifend nicht kapiert.
Wer unbedingt mal die japanische Version der unendlichen Geschichte sehen möchte kann sich diesen Streifen ruhig mal zu Gemüte führen. Einfach das Logikzentrum ausschalten und die Bilder auf sich wirken lassen.
5/10