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Der böse Lord Yasunori Kato (Etsushi Toyokawa) gedenkt, mit Unterstützung seiner gleichsam bösen Henchwoman Agi (Chiaki Kuriyama mit geiler Frise) & einigen fiesen Kampf-Robotern die Apokalypse heraufzubeschwören & damit die Menschheit in Dunkelheit zu begraben. Dieses Vorhaben versucht der kleine, schwächliche, von seinen Mitschülern gehänselte Tadashi (Ryunosuke Kamiki), der bei einem Fest überraschend als neuer Friedenswächter "Kirin Rider" auserwählt wurde, zu durchkreuzen. Unterstützt wird er dabei von den Yokais...

Gegen Ende der 60er-Jahre kamen die aus der japanischen Folklore stammenden skurrilen Kreaturen zu Leinwandehren, dank der Produktionsfirma Daiei, die ihnen eine hübsche kleine Trilogie spendierte. Mehr als 35 Jahre später durfte dann Takashi Miike ran & bei all dem überbordenden Bohei seiner Version bleiben leider der Charme & die Emotionen auf der Strecke. Hier regiert das Spektakel, die (Pixel-)Action hat ausufernde Marvel-Dimensionen, die eingestreuten Ideen sind fantastisch & wild.

Der Ton schwankt von ausgelassen & kindisch bis hin zu düster & brutal; was dem putzigen Sunekosuri so alles widerfährt, könnte die jüngeren Zuschauer glatt traumatisieren. Dafür dürften sie mit dem Kappa & dem drolligen Schirm-Monster (mit raushängender Zunge) viel Spaß haben & sich bei der Frau mit dem Schlangenhals sanft gruseln. Der sich durchs Geschehen ziehende Abenteuer-Spirit (es gibt sogar eine coole Indiana-Jones-Hommage) gefällt mir gut & auch die Yokais machen Laune, aber insgesamt ist das fast so anstrengend wie unterhaltsam.

6,5/10

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