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Das zweite Abenteuer der sympathischen Yokai-Monster ist ein Kinderfilm mit Schirm(-Monster) & Charme, aber ohne Melone. Habe ich beim Vorgänger noch bekrittelt, dass die skurrilen Monster zu wenig Screentime haben, so rücken sie jetzt ins Zentrum des Geschehens, als Protagonisten, welche die Menschen zu Randfiguren degradieren.

Ein uralter babylonischer Dämon schlüpft in den Körper eines friedlichen Magistratsbeamten, wodurch das beschauliche Leben im Dorf völlig umgekrempelt wird. Zum Glück kommt ein Kappa dem Treiben auf die Spur & die versammelten Yokai-Monster stellen sich dem Bösen entgegen. Ein bisschen Blut fließt auch hier, aber insgesamt ist der zweite Auftritt der drolligen Kreaturen auf der harmlosen, spielerischen & manchmal auch albernen Seite, wenn man sich die ersten Auftritte des tollpatschigen Kappas zu Gemüte führt.

Die Tricks sind sehr hübsch, wobei neben dem hüpfenden & schwebenden Schirmchen die zweigesichtige Frau sowie die Frau mit dem langen, schlangengleichen Hals am meisten Laune machen. Am Ende, als die Monsterschar nach getaner Arbeit tanzend in die Berge zieht, ertappte ich mich doch glatt beim Gedanken, wie schade es doch ist, dass es diese Wesen nicht wirklich gibt. Wobei... sie stammen ja aus der Folklore Japans, wer kann schon wissen, ob in den alten Überlieferungen nicht ein wahres Kernchen steckt.

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