Review

So es ist 01:06 morgens und Glimmer Man ist gerade zu Ende gegangen.
Was kann man nun über diesen film sagen?

Erstens ist es positiv Steven Seagal endlich einmal wieder (was heißt da wieder, der Film ist ja schon 10 Jahre alt. Egal) in Bewegung zu sehen; in Action so zu sagen.
Versteht mich nicht falsch ich liebe seine Filme, aber seine letzten Celluoidmissgeburten in denen er, ob seiner Leibesfülle in einen Mantel oder in eine extradicke Lederjacke eingehüllt, 2 bis 3 Bewegungen pro film macht und sich mit lächerlichen Liebespossen abgibt, sind wirklich zum kotzen.

Ich habe den Film vor einigen Jahren schon mal gesehen und fand ihn da schon ziemlich gut. Jetzt beim 2. Mal fand ich ihn noch besser.
Ich liebe die 90er und ihren unerschöpflichen Vorrat an brutalzynischen Actionfilmen mit Minimalmimen wie Mr. Seagal, Mr. Dudikoff, Mr. Van Damme und unserem Lieblingstrucker Chuck Norris.

So zurück zum Inhalt:
Los Angeles wird vom so genannten "Ehepaar-Mörder" heimgesucht.
Innerhalb weniger Monate hat er sechs katholische Pärchen erschossen und gekreuzigt. An den Tatorten befinden sich auch blutige Zeichnungen von Kreuzigungenszenarien, die mit Blut an die Wand gemalt wurden. Um die Mordserie endlich zu stoppen, wird Detective Cole (Steven Seagal) aus New York hinzugezogen.
Der Buddhist, geht seinem neuen Partner Jim Campbell (Keenen Ivory Wayans) von Beginn an mächtig auf die Nerven.
Gleich ihr erster gemeinsamer Einsatz lässt die beiden in eine Geiselnahme schlittern. Eine Russenschlägerei, eine explodierende Wohnung und einige andere nette Überraschungen sollen noch folgen.

Soweit zum Inhalt; der relativ unbekannte Regisseur John Gray hat seine Sache verdammt gut gemacht. Er hat gar nicht erst versucht ein Meisterwerk der Filmkunst zu schaffen sondern hat sich auf zynische Kommentare, brutale Kampfszenen und einige kleine aber feine Explosionen verlegt.
Die Kameraführung war unauffällig und die Musik auch nicht gerade berauschend (aber wenigstens ist sie mir nicht negativ aufgefallen).
Die beiden Darsteller haben ihre Sache ziemlich gut hingekriegt und so manches neumodische Buddyteam könnte vor den beiden den Hut ziehen.

Steven Seagal hat den Streifen selbst produziert und dem ansonsten unerträglichen Keenen Ivory Wayans (Scary Movie 2 + Regisseur von 1 + 2) einen soliden film für seine Filmographie beschert.

Alles in allem also kein Actionmeisterwerk, aber ein Werk der 90er. Also ein Film der noch immer tausendmal besser als die meiste neumodische Actionscheisse ist.

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