Während einer auf einer Landstraße angezettelten Gefangenen-Revolte gelingt den aneinander gefesselten Sträflingen Piper und Dodge die Flucht in die umliegenden Wälder. Schnell heftet sich das FBI an die Fersen der beiden Knackis, die per se nicht allzu gut aufeinander zu sprechen sind. Die Motivation, sich dennoch irgendwie zusammenzuraufen, liefern mehrere Millionen Dollar, die der Hacker Dodge der kubanischen Mafia abgezockt hat, bevor er in den Bau gewandert ist. Doch oha: Piper entpuppt sich als Undercover-Cop, der in Wahrheit eine Diskette mit brisanten Informationen sicherstellen soll, die sich in Dodges Besitz befindet, und zu allem Überfluss sind neben den Staatswächtern nun auch noch einige gedungene kubanische Auftragskiller hinter den beiden her... "Fled - Flucht nach Plan" als mit gequält wirkenden Buddy-Comedy-Elementen aufgemotzte "Flucht in Ketten"-Variante abzustempeln, dürfte bereits zu weit gegriffen sein, denn dazu gelingt es Laurence Fishburne und Stephen Baldwin echt zu schnell, sich ihrer Handschellen zu entledigen, und so wird die Chose ziemlich flugs zum belanglosen 90er Jahre-Action-Hobel. Regisseur Kevin Hooks hat es leider nicht gepackt, diesen Streifen ähnlich memorabel wie seinen (auch nicht unbedingt tollen) "Passagier 57" zu gestalten, da schleicht sich zwischen uniform inszenierte Ballereien und einer Storyline aus dem Setzkasten schnell Langeweile in die Bude. Neben dem Duo Baldwin/Fishburne (die gerieren sich nicht gerade als neues Hollywood-Dream Team) schafft es der Film zudem, mit Salma Hayek, Will Patton und Robert Burke auch noch eine namhafte Nebendarsteller-Riege zu vergeuden. Bestenfalls schnödes Mittelmaß.
5/10