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Der österreichische Regisseur Adrian Hoven hatte mit seinem Film Hexen bis aufs Blut gequält einen Kultfilm erschaffen, der zeigte das man im deutsch sprachigen Raum auch exploitative Filme drehen konnte, der Film war Jahrzehnte lang beschlagnahmt. Jetzt sieht alles anders aus. Auch bei seinem Film Die Mädchen von der Peepshow aka Verbotene Lust im Sperrbezirk, war es sein letzter, er hat ihn nie beendet, das tat Wolfgang G. Kruse. Man merkt das der Spielfilm in zwei richtung geht und irgendwie ist das Schade.

Denn auf der einen Seite hat man den Film, der wie ein typischer Reportstreifen wirkt und hier und da das Genre auch durschaut hat und es für sich nutzt. Hier merkt man die Handschrift von Adrian Hoven sehr deutlich. Dann hat man aber auch die Szenen, welche auch typisch für das Genre sind, aber nicht in den Film passen wollen, weil man immer wieder die Mädchen aus der Peepshow in ihrer Freizeit zeigen. Das wirkt dann auch befremdlich, denn man hört sie aus dem Off ja reden.

Man bekommt hier also einen Spielfilm, der sicherlich gut 10 Jahre zu Spät kam, denn die Welle der Reportfilme war groß anfang der 70er und nicht mehr 1981 wo Hoven den Film drehte, vielleicht war es aber auch nur sein Abgesang auf das Genre. Denn drauf deuten immer wieder Momente hin, vor allem da man von der ersten Folge spricht. Man ist sich also bewusst, das viele der Filme des Genres Fortsetzungen bekommen haben. Dazu die Dame die alles einspricht aber auch gern mit sich spielt. Alles deutet darauf hin, dass man hier das Genre parodiert oder gar ändern wollte.

Ansonsten ist DIe Mädchen von der Peepshow, genau das was man erwartet, ein typisch deutscher Sexploitationsfilm. Mit viel nackter Haut, hier und da wirkt alles so als würde es sich wiederholen, auch hier weiß man nicht wie hätte es ausgesehen hätte Adrian Hoven den Film beenden können.

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