Review

Ich muss sagen, dass ich sehr viele Vorurteile gegen diesen letztendlich großartigen Film hatte, bevor ich im Rahmen einer Filmreihe zu "Singin` in the Rain" ins Kino ging. Gut: es ist ein Musical und es wird gesungen (mag ich normalerweise nicht), aber sehr unterhaltsam und die Idee mit dem Film im Film im ... ist schlicht brillant und spart nicht mit selbstironischen Seitenhieben auf die Traumfabrik.

Die Story gestaltet sich recht simpel: Die Stummfilmstars Don Lockwood (Gene Kelly; der 2. große Hollywood-Tänzer neben Fred Astaire) und Lina Lamont wollen ihren ersten Tonfilm drehen. Schade nur, dass Lina eine piepsige Micky-Maus-Stimme hat. Also kommt Don eine Idee...

Mehr verrate ich hier nicht, nur so viel: in diesem Film mit dem irreleitenden deutschen Titel "Du sollst mein Glücksstern sein" kommt der wundervolle und sehr bekannte Song "I´m singin` in the Rain" vor - gesungen von Gene Kelly. Der Zuschauer sollte sich ohnehin an teils hysterischen Gesangs-, Tanz- oder Slapstickeinlagen erfreuen können, um hier seinen Spaß zu haben. Denn diese Szenen sind das, was der Film über seine gesamte Dauer möchte: gute Laune verbreiten, eine Love-Story erzählen und über einen Filmdreh im Film berichten - so baut der Film 3 unterschiedliche Ebenen auf, bei denen der Zuschauer wiederum einfach nur genießen und nicht versuchen sollte, den Story-Wirrwarr (besonders im letzten Drittel) aufzulösen.
Mich jedenfalls hat dieser etwas kitschige aber enorm liebenswerte Film in seinen magischen Bann gezogen.

Fazit: Alles etwas übertrieben hysterisch, laut und bunt. Aber "Singin` in the Rain" weiß durch genial choreografierte Tanz-Einlagen von und mit Gene Kelly ebenso zu überzeugen wie durch seinen enorm hintersinnigen und selbstironischen Humor mit Seitenhieben auf die Konventionen einer (Stumm-)Filmproduktion und die Traumfabrik. Ein Musical at its best.

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