Story:
Als die Flugzeugingenieurin Kyle (Jodie Foster) ihren Mann nach einem tragischen Unfall in Deutschland verliert, will sie so schnell wie möglich mit ihrer 6 Jahre alten Tochter Julia (Marlene Lawston) zurück in die Staaten. Kyle und ihre kleine Tochter fliegen mit einem Flugzeug, an dessen Konstruktion Kyle selber mitgearbeitet hat. Das kleine Mädchen weiss über den Tod seines Vaters, der im Sarg mitfliegen wird, bescheid und ist natürlich sehr mitgenommen und äusserst schreckhaft, weswegen eine Reise in die USA auch hauptsächlich zu ihrer Ablenkung dienen soll. Aber auch ihre Mutter ist extrem niedergeschlagen und erschöpft, ihre einizge Sorge gilt nun Julia. Draussen ist es schon dunkel, das Flugzeug muss noch enteist werden und dann kann der kühle Flug beginnen. Kyle lässt ihre Tochter kaum aus dem Blickfeld, doch die anstrengenden letzten Tage haben Spuren hinterlassen und Kyle schafft es nicht die Augen offen zu halten. Als sie kurze Zeit später erwacht, ist das kleine Mädchen verschwunden. Doch wie kann man im Flugzeug so einfach verschwinden? Der verständnisvolle Kapitän (Sean Bean) stimmt einer grösseren Durchsuchung zu, doch niemand hat die Kleine gesehen. Das Mädchen scheint spurlos verschwunden zu sein: Hat sie sich etwa nur verirrt? Haben Terroristen die Hände im Spiel? Oder ist vielleicht nicht nur Kylies Mann in die Tiefe gestürzt?...
Nach längerer Abstinenz zeigt sich Jodie Foster wieder auf der grossen Leinwand und das erfolgreich, denn Flightplan schaffte es am ersten Wochenende gleich auf Platz 1 der US-Kinocharts! Und auch ihre schauspielerische Leistung kann man durchaus als erfolgreich bezeichnen: sie verköpert die schwer einzuschätzende, fürsorgliche Mutter, die um das Leben ihrer Tochter und ebenso um ihr eigenes kämpft, sehr gelungen, wie schon in "Panic Room"!
Sean Bean und Erika Christensen spielen ihre Rollen sehr souverän, allerdings fungieren sie in Nebenrollen, denn man kann hier ohne schlechtem Gewissen von einem Jodie Foster-Film sprechen! Peter Sarsgaard konnte mich nicht überzeugen, da der Typ irgendwie immer den gleichen bekifften Gesichtsausdruck hat!
Greta Scacchi und Christian Berkel aus "der Untergang" besetzen ebenfalls kleinere Rollen.
Aber nun zum Wesentlichen: Der Film versucht stets den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu locken und schafft dies gelegentlich auch, spannend wirds vor allem kurz nachdem Kyle bemerkt, dass ihre Tochter verschwunden ist und die Suche in dieser begrenzten Zone beginnt. Anfangs wird alles gut erzählt und die Atmosphäre im Flugzeug kommt gut rüber, doch der deutsche Regisseur fängt an Türen zu öffnen, die er am Schluss nicht zu schliessen vermag! Das bedeutet, dass am Ende einige Fragen offen bleiben und einige Logikfehler anzukreiden sind, die hier wegen Spoilergefahr nicht genannt werden sollen! Der Film ist zu wenig spannend, um diese Ausrutscher zu entschuldigen und die Auflösung ist nichts besonderes, da hätte man kreativer sein dürfen bzw. eine andere Türe nehmen können!
Robert Schwentke kann mich mit seinem US-Debut nicht überzeugen, mal schauen ob sich der Tattoo-Regisseur wieder steigern kann! Was man ihm positiv anrechnen muss, sind die Anspielungen auf 9/11 die im Film vorkommen und welche ein amerikanischer Regisseur womöglich weggelassen hätte, aber Schwentke weiss wie mit diesem Element umzugehen ist und kann es wirkungsvoll einsetzen, so werden natürlich gleich einmal die arabischen Passagiere verdächtigt!
So wies ausschaut, scheint Jodie Foster immer noch sehr beliebt zu sein und auch Flugzeug-Thiller scheinen wieder zu boomen!
Wie bei Jodie Foster üblich, kommt der ganze Film ziemlich unblutig daher und dürfte somit auch für das Familien-Publikum reizend sein, was eine weitere Erklärung für den hohen Besuchergrad sein dürfte, aufgrund der Freigabe!
Fazit: Trotz der guten Leistung von Jodie Foster ist der Film nur Mittelmass, obwohl er teilweise spannend ist aber dies leider nur auf Kosten der Logik! Wer sich einen Flugzeug-Thriller anschauen möchte, ist mit "Red Eye" besser bedient!
5/10