Gene Watson kommt zu hause in L.A. an, nachdem er mit seiner kleinen Tochter an der Beerdigung seiner Ex-Frau teilgenommen hat. Am Flughafen wird seine Tochter entführt, und Watson bekommt eine Waffe und ein Foto zugespielt, mit dem Auftrag, den Mann auf dem Bild innerhalb einer Stunde und 15 Minuten zu töten, sonst wird er sein Kind nie wieder sehen.
Ich mag generell Filme deren Handlung sich in Echtzeit abspielen, deswegen schaute ich auch recht hoffnungsfroh John Badlams Thriller Nick of Time entgegen. Erfreulich am Thema ist dabei das generell flotte Tempo, das zwangsweise an den Tag gelegt werden muß. So dauert es auch keine fünf Minuten bis das Grundgerüst etabliert wird. Steuerberater Watson wird von zwei Cops in einen Wagen gedrängt, nur das die Cops dummerweise keine sind, Watsons Tochter entführen und ihn zwingen als Auftragskiller die Gouverneurin umzubringen.
Natürlich will unser Steuerknecht niemanden umbringen (was die Wahl der bösen Jungs ihn als Attentäter zu wählen ziemlich dämlich erscheinen läßt, besonders wenn im unmittelbaren Umfeld der Gouvernante genügend andere Mitverschwörer rumlungern), die Zeit ist kurz, aber ein Ausweg wegen Dauerüberwachung nicht in Sicht. Blöde Situation sowas, wenn sämtliche Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zur Polizei oder sonstigen Autoritäten so unterbunden wird. Lediglich ein Schuhputzer bietet noch die Chance unbeschadet aus der Sache rauszukommen (macht die Schufte aber auch nicht gerade cleverer, das die auf die ich bin taub Nummer so einfach reinfallen).
Das Script muß sich dabei zeitweilig ganz schon strecken, um die Story einigermaßen logisch voran zu bringen. Die Darsteller hat man dabei auch schonmal besser gesehen, aber in Sachen Spannung und Figurenidentifikation ist Gegen die Zeit absolut gelungen. Die Laufzeit ist angenehm übersichtlich, denn so hat Langeweile kaum eine Chance. Kann man durchaus weiterempfehlen.
7/10