Inhalt: China im Jahre 1275..., Kublai Khan (Li Tong), der Enkel Dschinghis Khan´s gebietet als Kaiser der Yuan-Dynastie und als Groß-Khan der Mongolen über ein nie zuvor dagewesenes Weltreich von China bis Ungarn! Der venizianische Handelsreisende Marco Polo (Richard Harrison) gelangt an den Hof Kublai´s, gewinnt das Vertrauen des Kaisers und tritt in den Dienst bei Hofe. In der Provinz Yangzhou werden Rebellen vermutet, die die originäre chinesische Han-Dynastie wieder an die Macht bringen, und China vom mongolischen Joch befreien wollen. Einer dieser Rebellen, Zu Jianmin (Carter Wong), versucht ein Attentat am Kaiser zu verüben, doch wird er von den besten Kämpfern Kublai´s getötet und das Attentat somit vereitelt! Diese Männer sind: Abulahua (Lau Kar Fei), Caldalu (Leung Kar Yan) und Dulldan (Johnny Wang Lung Wei), diese sollen auch Marco zur Seite stehen, der im Auftrag Kublai Khan´s ins Krisen-Gebiet Yangzhou entsendet wird. Dort stoßen sie auf 4 junge Männer, die zu jenen Rebellen gehören, Li (Alexander Fu Sheng), Zhou (Chi Kuan Chun), Huang (Tang Yen Tsan) und Chen (Kuo Chui aka Philip Kwok). Diese 4 Männer sind zwar schon hervorragende KungFu-Fighter, die bereits Zu Jianmin´s Witwe (Shih Szu) vor dem Zugriff der Mongolen bewahrten, doch müssen sie ihr Können noch verbessern, um gegen die Besatzer bestehen zu können und sie können Marco und seinen Männern in die Tiandao-Residenz des Meisters Wang (Lu Ti) entkommen. Hier deutet für den Venizianer nichts auf eine Rebellion hin, da die 4 ganz gewöhnliche handwerkliche oder landwirtschaftliche Arbeiten verrichten. Diese sind aber Teil eines Trainings..., in KungFu! Alsbald kommt es zur mörderischen Auseinandersetzung dieser 4 Helden gegen die mongolischen Truppen und die 3 Kämpfer Marco Polo´s...
Fazit:
Ausgezeichnet. In diesem für einen Eastern sehr aufwändigen, bunt-atmosphärischen Abenteuer-Streifen fährt Genre-Altmeister Chang Cheh ein Shaw-StarEnsemble erster Güte auf. Verpackt all dies in eine gängig-schnörkellose Story und garniert alles mit hochklassigen KungFu-Fights!
Fertig ist Chang Cheh´s schmackhafte Eastern-Suppe!
Die Ausstattung dieses Eastern ist bunt und üppig..., vieles ist Outdoor in prächtigen Kulissen gedreht..., das bringt spannende Abenteuer-Atmosphäre in diesen Streifen...
Chang Cheh fährt darüber hinaus klare Linie..., die villains geben erstmal den Ton an..., und zeigen ihre Kampfkunst, erstmal gibt´s kernige Fights! Marco Polo wird gar nicht groß vorgestellt, die Helden auch nicht, die erst nach vielen Minuten auftauchen. Chang Cheh will an die Ausbildungs-Szenen und an die Action ran! Da macht die Regie nicht viel Federlesen...
Das Star-Ensemble, dass Chang Cheh hier auf´s Eastern-Feld laufen lässt..., man kann ihm nur das Prädikat "hochkarätig" verpassen..., wir haben hier -wenn man mal das "Deadly duo" Ti Lung/David Chiang und Chen Kuan Tai mal außer acht lässt- alles, was das Shaw-Studio damals zu bieten hatte: Alexander Fu Sheng -hier bierernst, so gefällt er mir immer am besten-, Chi Kuan Chun -der agiert sowieso immer trocken und action-technisch versiert-, Leung Kar Yan, Johnny Wang Lung Wei, Kuo Chui, Lau Kar Fei, Tang Yen Tsan und als Gast-Star niemand geringeren als Carter Wong..., meines Wissens seine einzige Performance für die Shaw Brothers.
Und Johnny Wang Lung Wei, Leung Kar Yan und vor allem Lau Kar Fei (Gordon Liu Chia Hui) sind nun als villains nun weiß Gott kein Kanonenfutter!
Und Marco Polo? Nun, den lässt Chang Cheh hier erwartungsgemäß hängen, viel erfährt man nicht über ihn. Er ist hier mehr Beobachter als weltreisender Abenteurer, man sieht aber als Eastern-Fan leicht drüber hinweg.
Und so driftet alles in Richtung KungFu-Action, die Fights sind blutig und intensiv, eben den geneigten Eastern-Fan überzeugend, absolut solide und sehenswert.
Ein schöner Eastern mit knackigen Kämpfen, geilem Cast und toller Atmosphäre, hat mir gefallen.
Ich gebe gerne 9/10 Punkte!