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Der Vater von Fang Shi-yu (Alexander Fu Sheng) wird von Lei Lao-hu getötet. Der steckt mit dem mächtigen Wutang-Clan unter einer Decke, der die Shaolin an die Manchus verraten hat. Mai Chui-Wa, die Witwe des Ermordeten, trainiert ihren Sohn und macht Fang Shi-yu durch die Behandlung von 999 Peitschenhieben und heissem Kräuter-Alkohol so gut wie unbesiegbar. Nur an einer Stelle ist er verletzlich: Seinem Hinterteil. Derart gestählt begibt sich die Fang auf den Rachetrip. Unterstützung bekommen er von Hu Hui-qian (Chi Kuan-Chun), der mit den Fieslingen ebenfalls eine Rechnung offen hat.

"Shaolin die Rache mit der Todeshand" besteht eigentlich aus einer einzigen, langgezogenen Kampffsequenz, in die Chang Cheh einzig Rückblenden einbaut, um aus diesem einen Kampf seine Geschichte zu formen. Das Konzept ist mal etwas anderes, aber es geht in diesem Fall ganz passabel auf. Die Action dominiert in jedem Fall. Die Brutalität der Fights ist nicht sehr hoch, sobald ein Kampf mit einer Tötung endet, wird das gesamte Bild rot, was einen netten 70er Jahre Effekt erzeugt. Das ganze ist spannend gemacht, die charismatischen Stars allen voran Alexander Fu Sheng der dem ganzen Witz verleiht und Chi Kuan Chun, der den ernsten Gegenpol bildet, sowie die interessante Aufnahmetechnik mit vielen Außenaufnahmen verleihen dem Film eine absolut starke Atmosphäre. Der Film lebt neben der Action, die auf spannende, langgezogene Schlag-Block Kämpfe ausgerichtet ist, von dem dargestellten Gegensatz der Akteure. Alexander Fu Sheng gibt einmal mehr den naiv-draufgängerischen Heißsporn, er sucht die direkte Konfrontation mit dem Gegner, er überzeugte mich in dieser Rolle und zeigt seine kampffähigkeiten in ernster Manier. Von diesem Gegensatz lebten ja auch andere Chang Cheh Filme wie z.B. "Die gnadenlosen Fünf ". Sicher ist “Shaolin die Rache mit der Todeshand“ kein Meisterwerk, aber auch kein Totalausfall eher ein Allerweltsfilm, der aus der Shaolinreihe von Chang Cheh nicht heraussticht.

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