Audrey Hepburn fischt frische Fische
Einen echten Alltimer hat man hier vor der Nase und im Ohr,
eine enorm kurzweilige Angelegenheit, die sich selbst mit ihren drei (!) Stunden schießt kein Eigentor.
Wenige Musicals besitzen diesen Charme, diese Wärme,
kein Wunder, dass die Leute damals ins Kino liefen wie Schwärme.
Audrey Hepburn vom Strassenpflegel zur großen Dame,
selbst wenn ihr fetter Akzent anfangs wirkt etwas banane.
Diese Frau ist Legende, eins der schönsten Geschöpfe,
über sie gilt es auszuleeren alle goldenen Töpfe.
Ihr Gegenpart bzw. dessen Intention und Charakter ist etwas verzwickter,
doch das hinterlässt den Zuschauer kein Stück geknickter.
Die Songs bleiben im Ohr, sind äußerst beschwingt und heiter,
da ziehen die satten 173 Minuten wie auf Schwingen weiter.
Die Ausstattung und die Kostüme sind aller erste Kajüte,
selbst Konzeptzeichnungen führe ich mir dazu gern zu Gemüte.
Einfach ein rundum gelungenes Vergnügen,
selbst wenn man könnte für die simple Story kritisch rügen.
Ein Meilenstein und Fest der Sinne bleibt's eh,
und es fällt schwer dieses glamouröse Kinotheater nicht zu loben über'n Klee.
Romantisch, verspielt, Vorbild und Grundlage für etliche Geschichten,
der Zahn der Zeit ist sehr gnädig über dieses Spektakel am richten.
Eine der besten Restaurationen, die je über meinen TV flimmerte,
selten ein Weiss derart klar und leuchtend schimmerte.
Den muss man unter allen Umständen einfach mal gesehen haben,
allein um in dieser Mode, dem Dekor, dieser guten Laune zu baden.
Fazit: einfach eine Tonne voller Wohlfühlcharme!!! „My Fair Lady“ tut - dank wunderbaren Darstellern, vielen Ohrwürmern und einer der exquisitesten Ausstattungen - in der Seele gut. Nicht nur in schweren Zeiten. Wird nicht alt. Evergreen-Alarm.