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Der kanadische Regisseur Sidny J. Furie („Superman IV“, „Stählerne Adler“, „Hide & Seek“) schuf mit „American Soldiers“ einen Film, welcher wohl auch gut und gerne als Dokumentation durchgehen hätte können. Mit einer Schauspieler-Riege, welche zum Großteil ihr Filmdebüt in „American Soldiers“ gaben, ist ihm dies durchaus gelungen.

„American Soldiers“ bringt zwar in Bezug auf die üblichen Themen wie z.B. Waffenbeschaffung, Bündnisse oder dergleichen nichts neues an den Tag, fast dies alles jedoch sehr kompakt zusammen. Darauf liegt auch keineswegs das Hauptaugenmerk des Streifens, schon eher ist es ein in Frage stellen des ganzen Krieges, auch aus Amerikanischer Sicht, welches deutlich spürbar ist und auch sehr gut rüber kommt.

Er ist in keinster Weise übertrieben, was ihn natürlich sehr glaubhaft macht und deshalb wohl sehr authentisch wirkt. Alles ist sehr Originalgetreu und wirkt auch nie gestellt oder ähnliches. Man glaub sich fast im eigentlichen Geschehen zu befinden, was wohl auch zum Großteil auf die Verwendung ein Handcam zurückzuführen ist.

Frei nach dem traurigen Motto „Gewalt erzeugt Gegengewalt“ schaukelt sich die ganze Angelegenheit soweit hoch, dass im wahrsten Sinne des Wortes Köpfe rollen werden. Geplagt von Gewissensbissen soeben einen Kindersoldaten ermordet zu haben steigt gleichzeitig der Hass auf Land und Leute im Irak. Ein Hass, der dort wohl auch nicht zu unrecht des GI´s entgegengebracht wird. Über die gesamte Laufzeit von 90 Minuten verbirgt sich von Minen, Autobomben, Heckenschützen und Kindersoldaten alles was zum traurigen Alltag des Krieges gehört. Er zeigt auch sehr gut die gesamt Unruhe im Irak mit den unterschiedlichsten Gruppieren und Glaubensträgern.

Wie bereits erwähnt könnte es auch als kleine Dokumentation durchgehen, was allerdings bei dem einen oder anderen Betrachter ein klein wenig Langeweile hervorrufen könnte, da man meist genau weiß das bzw. was als nächstes kommen könnte.

Alles in allem ist „American Soldiers“ aber ein guter Blick „Hinter die Kulissen“ des traurigen Kriegsalltags und beruht immerhin auf wahren Begebenheit im April des Jahren 2004 in Bagdad.

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