Review

Die Mannschaft eines Raumschiffs stößt auf dem Mars auf eine uralte Zivilisation, wird mit einem Bürgerkrieg konfrontiert und muss sich für eine der Parteien entscheiden. Auf der einen Seite steht ein friedliebender Hohepriester, auf der anderen dessen Frau, die eine Invasion der Erde vorbereitet.

Und erneut wirft der SciFi Kanal den Movie of the Week auf den Markt um den ahnungslosen Zuschauer mit preiswert produzierter (meist) Grütze zu unterhalten. Der Titel hier ist dabei sowohl in der deutschen als auch in der englischen Version schlichtweg unsinnig und dient wohl lediglich dazu ahnungslose menschen denken zu lassen, es handelt sich bei diesem Werk um einen Krieg der Sterne Ableger oder sowas. Denn von einem Krieg der Planeten kann weit und breit keine Rede sein, die Handlung spielt auschließlich auf dem Mars, es wird maximal angedeutet das vielleicht zukünftig mal ein Krieg mit der Erde geplant ist, ansonsten wird nur ein wenig auf dem Mars rumgekabbelt. Auch der Originaltitel Crimson Force ist Tinnef, von einer Force ist überhaupt nicht die Rede und crimson, also blutrot, ist hier schon Mal gar nichts, das Geschehen spielt sich beinahe gewaltfrei ab, ein bißchen Blut gibts zwar, aber von harter Weltraumaction ist der Film so weit entfenrt, wie die beiden Enden des Weltraums an sich.
So haben wir eine achtköpfige Crew, die im Jahr 2037 auf dem Mars eine gepflegte Bruchlandung hinlegt, dort auf ein geheimnisvolles Kraftwerk stößt, das zudem noch von irdischen sumerischen Schriftzeichen vollgraffitiert wurde und zu allem Überfluß auch noch von einer antiken Zivilisation betrieben wird. Die präsentierte Story von Marsbewohnern, den Ursprüngen der Erdbewohner und deren internen Kabbeleien zwischen Krieger- und Priesterkaste ist im Anschluß mäßig spannend. Zudem wurde das ganze noch recht dreist bei Stargate abgekupfert, denn auch hier gibt es ägyptische Einflüsse, die Geschichte ist ziemlich ähnlich und sogar die Waffen sind beinahe dieselben, wie in dem alten Emmerich Reißer. Mein Lieblingsspruch ist dabei die Energiegewinnung durch tetraedische multifunktionale Physik, wer diesen Quark und die anschließende Erklärung auch als Nichtphysiker nicht sofort als Humbug entlarvt, darf sich aber immerhin über das hochgestochene Gebabbel amüsieren.
Immerhin sehen die Special FX jetzt gar nicht mal so übel aus, zumindest im Vergleich zu dem was und die Jungs vom SciFi Channel gelegentlich in ihren schwachen Momenten vorzusetzen wagen. Die Darsteller kann man auch noch durchgehen lassen, wenigstens muß niemand lauthals von denen lachen, wenn sie ihre oft blöden Dialogzeilen in die Kamera röhren. Aber nachdem einigermaßen unterhaltsamen Auftakt versinkt der Film zusehends in Langeweile und auch das Minibudget fällt von Minute zu Minute mehr ins Auge, nicht mal für einen vernünftigen Showdown hats gereicht.
Krieg der Planeten ist sicher kein filmischer Hochsprung, zu lahmarschig spielt sich das ganze Geschehen an, auf Außenaufnahmen des Mars wird aus Geldgründen weitestgehend verzichtet, stattdessen gibts ne handvoll Darsteller die sich immer in denselben drei oder vier Räumen aufhalten und pseudospannende Abenteuerchen erleben, die aber niemanden vom Hocker hauen, naja spätestens nächste Woche gibts bestimmt den nächsten Film der SciFiChannelschmiede, vielleicht taugt der ja mehr.
3/10

Details
Ähnliche Filme