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Der Astrophysiker George Herbert wollte eigentlich mit seiner Frau Filicity und seinem Sohn Alex seinen zehnten Hochzeitstag in Washington, D.C. feiern, da funken ihm auch schon einige Aliens dazwischen, die mit Meteoriten auf die Erde niedergehen und mit ihren gewaltigen Todes-Maschinen prompt eine Invasion starten. Während die üblen Außerirdischen da das Land mit Chaos und Verwüstung überziehen, versucht George sich zunächst zu seinem Ranger-Bruder Matt und anschließend zu seinen Lieben nach Washington durchzuschlagen... in der Hoffnung, dass diese die verheerenden Angriffe irgendwie überlebt haben... "Krieg der Welten 3" ist eigentlich der Vorgänger zu dem hierzulande in den Ramschregalen der Kaufhäuser als Fortsetzung zu Steven Spielbergs 2005er-Hollywood-Remake ausgegebenen "Krieg der Welten 2 - Die nächste Angriffswelle" und sogar der allererste jener schnell nachgeschobenen Mockbuster, mit denen sich die Smarties von The Asylum seitdem immerzu billig an einen Kino-Erfolg ranhängen wollen... was dank Public Domain-Status der H.G. Wells'schen Vorlage damals auch problemlos machbar gewesen ist. Na, hat noch jeder den vollen Durchblick über das hiesige Titel-Gewusel? Okay, let's go! David Michael Latt, der Ober-Honcho der besagten Produktions-Klitsche, hat hier zwar persönlich das Regie-Zepter geschwungen, aber deswegen ist das Ganze mal definitiv nicht besser oder sorgfältiger gemacht als der übrige Output, der nun schon seit mehreren Jahrzehnten vom Fließband der Irrenanstalt läuft. Dabei herausgekommen ist jedenfalls nicht viel mehr als eines jener typischen, übers Knie gebrochenen Schrottfilmchen, mit denen The Asylum seit jeher das Publikum neppt und dessen Unterhaltungswert sich mal echt in Grenzen hält. Erneut wurden nämlich sämtliche Kosten und Mühen gescheut, so dass die veranstaltete Alien-Invasion auf schierem Kasperle-Theater-Niveau in unspektakuläten Bildern daherkommt und sich mit derart schlappen digitalen F/X herumplagen muss, dass dagegen sogar die - damals übrigens zu Recht Oscar-prämierten - Spezial-Effekte aus Byron Haskins Erstverfilmung "Kampf der Welten" von 1953 immer noch top aussehen! Doch nicht nur die CGI-Sülze aus dem PC geht einem hier auf die Nuss, auch angesichts so mancher Detail-Schlampigkeiten der Inszenierung können einem hier glatt die Haare zu Berge stehen: Da gerät jede einzelne Massenpanik-Szene mit nur einer Handvoll Statisten zum unfreiwillig komischen Desaster, um das Ausmaß der Zerstörung zu visualisieren läuft man da über irgendwelche Geröllhalden an immer demselben Plastik-Skelett vorbei und das allgemeine Erscheinungsbild der Chose geht schon mehr in Richtung Z-Grade-Mülltonne als sonstwas. Dass die Darstellerin der Ehefrau des Helden zum Zeitpunkt des Drehs auch ganz offensichtlich in ihren frühen 20ern gewesen ist, laut Handlung aber bereits seit zehn Jahren mit diesem verheiratet sein soll, fällt da dann als Schwachsinnigkeit am Rande auch schon gar nicht mehr ins Gewicht. C. Thomas Howell soll da als einigermaßen namhafter Akteur noch ein wenig Publikum ziehen, hat da nun aber auch nicht unbedingt die Star-Power eines Tom Cruise... auch wenn beide vor Urzeiten ja tatsächlich mal gemeinsam für Francis Ford Coppola in "The Outsiders" vor der Kamera gestanden haben. Das alles muss ihm dann aber doch glatt so gut gefallen haben, dass er sich da im Anschluss von The Asylum als Regisseur und Star noch vor den Karren einiger weiterer Billig-Streifen (u.a. auch die oben genannte Fortsetzung) hat spannen lassen. Unfreiwillig komisches Highlight des Ganzen ist da die gemeinsame Szene mit Peter Greene als halbiertem Film-Bruder, der seit "Pulp Fiction" und "Alarmstufe: Rot 2" auch ganz schön vor die Hunde gagangen ist, es hier mit seinem Kurz-Auftritt aber immer noch besser getroffen hat als ein paar Jahre später in der trashigen Sebastian Fitzek-Adaption "Das Kind". Dennoch ist dieser "Krieg der Welten" (ob nun mit oder ohne 3 im Titel ist wurscht!) aber natürlich keinen Schuss Pulver wert, aber dass es trotz allem tatsächlich noch sehr viel schlimmer und blöder hätte kommen können, kann man aktuell ja auf Amazon Prime-Video sehen...

2/10

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