kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 19.08.2013
Die detailfreudige Ausstattung, ein natürlich wieder stark aufspielender Lance Henriksen und der spannend inszenierte Plot macht Stuart Gordons Poe-Verfilmung zu einer überaus sehenswerten Angelegenheit. Die gesamte Produktion macht den Anschein, komplett im 15. Jahrhundert versunken zu sein, was die Diskurse um religiösen Wahn und deren Vermischung mit (vornehmlich sexueller) Gewalt sehr direkt wirken lässt. Nebenbei wird Gordon dem Medium Film dadurch vollkommen gerecht, auch wenn er sich vermutlich einige künstlerische Freiheiten erlaubt hat und seine Arbeit insgesamt eher eine museumsartige Ausstellung von Foltergeräten und –Lokalitäten ist als ein authentisches, auf Fakten vertrauendes Dokument.
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