Früher war doch alles besser: George W. Bush war noch nicht US-Präsident und Sarah Michelle Gellar jagte in der TV-Serie „Buffy - Im Bann der Dämonen" Vampire. Dass diese Zeiten längst vorbei sind, beweisen zwei Tatsachen: Cowboy Bush wurde wiedergewählt und Frau Gellar verdient sich mittlerweile ihre Brötchen mit Hauptrollen in so uninspiriertem, wie mies zusammen geklauten Film-Unfug wie „The Return".
Die Story: Joanna (Sarah Michelle Gellar) wird seit ihrer Kindheit von psychotischen Träumen geplagt, in denen sie von einem Mann mit Stiefeln, der sie „Sunshine" nennt, gejagt wird. Als sie ein Job zurück nach Texas, in ihre Heimat führt und die Intensität der Visionen sowie Akte der Selbstverstümmelung immer weiter zunehmen, versucht Joanna dem Geheimnis einer jungen Frau, welche vor langer Zeit ermordet wurde, auf den Grund zu gehen. Dabei wird die Situation für sie immer bedrohlicher...
Wer schon anhand dieses kurzen Abrisses der Handlung den Eindruck gewinnt, dass hier das Genre des Mystery-meets-Horror-Thillers nicht neu erfunden wird, liegt komplett richtig. Der britische Regisseur Asif Kapadia ("The Warrior", 2001) serviert uns mit „The Return" ein arg ärgerliches Konstrukt aus Klischees und Unlogik, welche in Verbindung mit zahlreichen Filmmotiven, die man schon aus „The Sixth Sense", „The Ring" und „Gothika" kennt, ein zähes Stück Möchtegern-Gruselkino bilden. Das Drehbuch ist dabei durch zahlreiche Zeitebenen und Traumsequenzen äußerst konfus und wirr geraten und der Grund, warum all das ausgerechnet Protagonistin Joanna passiert, bleibt auch nach dem absurden, gänzlich logikfreien Finale äußerst vage. Sarah Michelle Gellar scheint angesichts ihrer blassen Performance auch nur einen einzigen Gesichtsausdruck in ihrem schauspielerischen Repertoire zu haben. Und so retten auch ein paar nette Stilmittel wie Reduktion der Farbsättigung, ein paar gelungene Schocks oder ein durchaus passabler Score den gänzlich hohlen und austauschbaren Film nicht.
Fazit: Fader Grusel-Langweiler, der durch Mangel an Originalität und Ansammlung an Unvermögen einige durchaus ausbaufähige Ansätze gänzlich zunichte macht. „The Return" ist einzig für Leute interessant oder erschreckend, an denen die Gruselfilme der letzten Jahre - wie „The Sixth Sense" - ohne Kenntnisnahme vorüber gegangen sind. Alle anderen werden jedenfalls angesichts der regelrecht zelebrierten Unlogik und Konfusion nach „Genuss" dieses miesen Machwerks den Return des Geldes an der Kinokasse verlangen.