Steht zwar meistens überall Horror drauf, ist aber manchmal dann doch eher ein Mystery-Thriller, der seine grundsolide, aber wenig aufregende Story dank ein paar übernatürlicher Elemente, leicht vorhersehbar, aber recht genießbar abspult.
Einstellen muß man sich bei „The Return“ auf einen eher spröden, ruhigen Film, der nie mit Schockeffekten oder „Jumps“ punkten möchte, sondern mit einer melancholischen, leicht düsteren Atmosphäre, in der die junge Joanna auf ihrer Geschäftsfahrt in ihre Heimatgegend, ständig von seltsamen Visionen geplagt wird, in der sie jemand verfolgt.
Optisch bedingt das eine gewisse Entspanntheit, der Zuschauer ist wie Joanna fast verloren in der Weite des Landes und sie steht ihren „Eingaben“, die sich offenbar in die Vergangenheit einer anderen Person führen, dann auch eher ruhig und latent hypnotisiert gegenüber.
Die Verbindung zwischen einem anfänglichen Autounfall und der übrigen Story wird erst ganz am Schluß geschaffen, bis dahin entspannt sich ein zäh fließendes Murder Mystery, dessen Schlüsselelemente sich erst nach und nach ergeben und das auch nicht auf eine rasante Spannungskurve setzt, sondern eher auf eine stete Verunsicherung von Figuren und Zuschauer, ob man gerade in der laufenden Handlung oder in einer der Visionen steckt.
Sarah Michelle Gellar, weiß Gott keine besondere Schauspielerin, nimmt sich hier relativ effektiv zurück (wie auch in vielen nachdenklichen Momenten in „Buffy“, kann allerdings auch niemanden mitreißen. Dafür sorgt fast ausschließlich die Atmosphäre der Verlorenheit, aus der sich immer wieder eine gewisse Bedrohung herauskristallisiert.
Für den Zuschauer bleibt da nur die Möglichkeit, das Puzzlespiel einfach mal mitzumachen, doch so kompliziert ist weder der Plot, noch läßt er besonders viele Möglichkeiten der Auflösung zu.
Wer jedoch mal einen eher blutarmen (wenn auch nicht anämischen), leisen Spannungsfilm mit der Begleitung seiner Wahl gucken will, von dem niemand abgeschreckt wird, kann es hiermit versuchen.
Anhänger des modernen Spannungskinos jedoch wird die gute Optik jedoch auch nicht vor der Langeweile bewahren. (6/10)