What a Schrott!
Die Reihe von den Zerealienkids zeichnete sich ja auch nach hinten raus kaum durch irgendeine Qualität aus, aber gegen diese erste Fortsetzung sieht das Original von Fritz Kiersch von anno 1984 dagegen wie Eis mit Sahne aus.
Die Handlung (was, Handlung?) setzt in Gatlin ein, nachdem man die dahingemetzelten Erwachsenen endlich gesichtet hat (schön im Keller eingelagert). Wo reichlich Bundesbehörden eigentlich Untersuchungen reißen müßten, ermitteln hier nur Dorfbeamte und die Fanatikerkids werden mal so einfach bei Gastfamilien im Nebenort untergebracht, obwohl sie in psychiatrischer Umgebung (Zwangsjacke) deutlich besser aufgehoben wären. Was an Polizei nicht da ist, machen Reporter wieder wett, die saublöde Fragen stellen, während in der wohl beknacktesten Szene des Films alle Kiddies eine "medezinische" Untersuchung bei einem feuchtfröhlichen Senilo-Doktor an einem Campingtisch durchmachen, der ihnen einmal auf die Zunge guckt und dann jeden, egal welchen Alters, mit einem Lolli beschenkt und für gesund erklärt.
Natürlich ist der fiese Möpp unter dem Maisfeld noch aktiv und statt Flammensäule buddelt er sich hier als Riesenmaulwurf durch die Reihen und schleudert reichlich Blitze. Wir sehen ihn nicht, aber es könnte der letzte Sandwurm des Wüstenplaneten sein!
Während die Kids langsam mordlustig werden, müssen wir die Familienprobleme von Reporter und Sohn ertragen: Daddy als Journalist vollends inkompetent, aber hinter seiner dickmopsigen Zimmerwirtin her, Sohnemann sich bratzig querstellend, bis ihm ein Zuckerhäschen über den Weg radelt, das (gleiches Recht für alle) auch dicke Möpse hat.
Und ihr werdet es nicht glauben, das ist die einzige, die beinahe richtig schauspielern kann.
Ansonsten wäre da nur noch eine hysterisch agierende und ständig kreischende Alte, die bald weggehobelt wird und diverse Knallchargen, die vermutlich wirklich ihr Leben lang (zu lang!) neben Maisfeldern gewohnt haben, weil man das Rauschen in den Köpfen hören kann.
Nebenbei salbadert auch noch ein Indianerprofessor tierische Grütze, bis es endlich zum finalen Gehäcksel kommt, daß uns aber auch keine Offenbarung mehr bereitet.
Wären da keine blutigen Effekte, würde man per Schlafanfall gar nicht erfahren, daß das einer der hohlsten und hirnigsten Filme seit langem ist, dem man (außer zwei Paar Möpsen) nun wirklich gar nichts abgewinnen kann.
Dann lieber noch mal Teil 5...moment, was rede ich denn da... (1/10)