Der Schriftsteller Paul Baxter begleitet mit seinen Freunden Keith und Anne eine Reise in die Bretagne. Es verschlägt die Gruppe in ein kleines Dorf, wo die Gastfreundschaft hoch gehalten wird. Was sie nicht wissen, ist, dass der unheimliche Graf Sinistre dort sein Unwesen treibt und vor allem jungen Frauen das Blut nimmt. Seine Macht hat er schon so weit ausgedehnt, dass auch einige Dörfler seinem schwarzen Kult verfallen sind. Paul Baxter macht alsbald Bekanntschaft mit dem Bösen.
Das Teufelsritual ist einer jener zahmen britischen Gruselfilme, die ohne explizite Gewalt sich den Themen Hexerei, Vampirismus und schwarzer Magie widmet. Offensichtlich wurde hier versucht an die Erfolge der Hammer Studios anzuknöpfen, jedenfalls wird der Eindruck erweckt das deren Stil kopiert wurde. Die Produktion dürfte ziemlich preiswert gewesen sein, unbekannte Darsteller, kaum Sets und die Aufnahmen anfangs in der Höhle oder am Ende im Keller der Kultisten sehen überdeutlich nach Studioaufnahmen aus, von den eingesetzten *hüstel* künstlichen Fledermäusen ganz zu schweigen. Gewaltszenen finden kaum statt, Todesfälle passieren im Off, mehr als ein paar Blutstropfen gibts nicht zu sehen. Etwas mehr Tempo hätte dem Film sicher auch nicht geschadet, die Geschichte verläuft doch selbst für britische Verhältnisse der damaligen Zeit sehr sehr ruhig ab, außer im Finale (und auch dort nur spärlich) gibt es keinerlei Action Elemente. Etwas enttäuschend sind auch die Darsteller, die allesamt etwas blaß rüberkommen, große Blößen gibt sich keiner, aber besonders der böse Oberhoncho Graf Sinistre sieht eher aus wie ein biederer Beamter der Stadtverwaltung, denn nach einem dämonischen Untoten, wo ist Christopher Lee wenn man ihn braucht.
Soll jetzt aber nicht heißen das Devils of Darkness ein Totalausfall wäre. Es ist eben ein Film dem der Zahn der Zeit nicht wirklich schmeichelt. Die erzählte Geschichte rund um den sinistern Grafen auf der Suche nach seinem Talismann kann durchaus Freude machen, wenn man sich auf die Erzählweise der damalige Zeit einstellen kann. Zuschauer, deren Sehgewohnheiten sich ausschließlich auf neuere Filme beschränken, werden mit dem Teufelsritual wahrscheinlich nicht viel anfangen. Härte- und Thrilltechnisch lockt die Story keinen mehr hinterm Ofen hervor.
Wer ein Herz für ältere Gruselfilmchen hat kann ruhig mal einen Blick riskieren, auch wenns keine Highlight aus dieser Periode ist.
3,5/10