Review

Wieder eine sehr frühe Komödie mit Comedy-Star Adam Sandler. "Billy Madison" kam 1995 heraus und ist eigentlich der erste "richtige" Adam Sandler Film. Allerdings kam der Film bei den Kritikern und auch bei ofdb nicht besonders gut weg. Da frage ich mich persönlich wieso, denn diese Komödie ist zwar dumm, hohl und absoluter Klamauk, aber sie hat ja so unglaublich witzige Szenen und Pointen wo ich wirklich oft Schluckauf vor Lachen bekommen habe. Adam Sandler spielt hier den verwöhnten Milliardärs-Sohn Billy Madison, der eines Tages die Firma von seinem Vater übernehmen soll. Doch leider ist Billy ein Chaot, nicht besonders intelligent und ist ziemlich verantwortungslos. Dadurch will Billys Vater die Firma an den schmierigen und unsympathischen Eric Gordon überschreiben. Billy will das nicht zulassen und bietet seinem Vater an, sämtliche Schulklassen im Schnelldurchlauf zu wiederholen, um ihn zu beweisen, dass er doch fähig ist, die Firma zu übernehmen. Ab sofort muss Billy also jede Klasse, angefangen bei der Ersten, wiederholen und wird alle 2 Wochen in die nächste Klasse versetzt, sofern er das Klassenziel erreicht. Ich gebe zu, die Story ist völlig banal und auch was hier alles so passiert wird einige Leute mit übertrieben gehobenen Niveau schockieren. Aber muss eine gute Komödie unbedingt immer Niveau haben? Der Film ist natürlich unlogisch hoch drei und besonders gegen Ende macht sich es der Film natürlich sehr einfach indem er die vorherige routinierte Art mit den Klassen einfach über den Haufen wirft und alles auf einen viel zu künstlich wirkendem Finale zusammenpresst. Aber es sind die einzelnen Gags, die "Billy Madison" zu einer wirklich großen Lachorgie macht. Wir bekommen eine völlig sinnfreie Musical-Parodie zu sehen, die völlig zusammenhanglos, aber super witzig daherkommt. Dann haben wir die super witzige Auto-Klippen Szenen indem alle Insassen "O'Doyle Rules" permanent schreien : Wieso? Ja, das ist ja gerade das Witzige an der Sache : Einfach so! Wir bekommen einen Clown zu sehen der auf seinen Stelzen stürzt, alle Kinder und Party-Gäste lachen ihn aus, während der Clown sterbend auf dem Boden liegt und ihm eine ordentliche Ladung Blut aus dem Mund fließt. Dann haben wir noch eine lustige Kuchenszene, wo jemand lichterloh in Flammen steht, was Billy nicht daran hindert, ihn trotzdem auszulachen. Es sind genau diese kleinen Gags, die "Billy Madison" meiner Meinung nach zu einer guten Komödie macht. Zudem haben wir hier noch viele witzige Gastauftritte. Mein absoluter Liebling war hier Steve Buscemi in der Rolle als "Rache-Killer". Es ist zwar mehr nur ein Cameo-Auftritt, aber seine Performance ist mal wieder, wie man es von Steve Buscemi kennt, einfach nur traumhaft. Auch der viel zu früh verstorbene Chris Farley spielt hier eine kleine Rolle als völlig abgefahrenen Busfahrer. Auch wenn ich nur die wenigsten Chris Farley Filme gut fand, in dieser Busfahrer-Rolle hat er mir wirklich extrem gut gefallen und vor allem hat er mich viel zum Lachen gebracht. Und welche Zutat fehlt niemals bei einem Adam Sandler Film? Genau, die Liebe! Und die gibt es natürlich auch hier, denn für diesen Part ist die, aus meiner Sicht eher zweitrangige Schauspielerin, Bridgette Wilson verantwortlich, die hier eine attraktive Grundschullehrerin spielt.
Adam Sandler Fans sollten sich diesen Film ohne zu zögern angucken, es dürfte der wahrscheinlich durchgeknallteste Sandler-Film überhaupt sein. Schauspielerisch gibt es hier nichts zu vermerken, da man teilweise das Gefühl hat, dass die Schauspieler viel improvisieren. Die Story macht von Vorne bis Hinten überhaupt keinen Sinn und ist völlig überdreht. Dafür gibt es ein Gagfeuerwerk der Extraklasse und gerade Freunde des absurden Humors werden hier eine Riesenfreude erleben!


Fazit : Natürlich kann "Billy Madison" lange nicht die Klasse von "Happy Gilmore" oder "50 erste Dates" erreichen. Doch aus reiner Comedy-Sicht betrachtet, ist dieser Film einer der witzigsten mit Adam Sandler.


7,5/10

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