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Edward müsste eigentlich glücklich sein. Er wurde soeben befördert und darf jetzt in der Splatter- und Goreabteilung eines Filmunternehmens diverse Gewalt- und Sexpassagen für den europäischen Markt kürzen. Er bekommt vom Chef der Abteilung sogar ein Landhaus zur Verfügung gestellt, in dem er ungestört seiner Arbeit nachgehen darf. Leider ist Edward ein braver Normalbürger mit Frau und Kind, der für solche Filme nicht das Mindeste übrig hat, sie eigentlich sogar verabscheut. Und so wird er bald von Halluzinationen gebeutelt und kann bald nicht mehr unterscheiden, was Realität ist und was ihm sein gepeinigtes Gehirn vorgaukelt. Er triff auf ein Monster im Kühlschrank und hält seinen Chef für das gehörnte Böse.

Nach dieser Inhaltsbeschreibung dürfte klar sein, dass es sich bei "Evil Ed" nicht um einen düsteren Horrorfilm handelt, sondern um eine tiefschware Satire auf die Filmzensur. Wer diesen Film also ernst nimmt, hat den Sinn nicht verstanden.
Neben Szenen, die wirklich zum Brüllen komisch sind, schleichen sich auch immer wieder einige derbe Splattereffekte ein, die allesamt gut umgesetzt worden sind. Vorallem beim Ende, dürfte jedem Blutfreak das Herz aufgehen.
Allerdings kommt "Evil Ed" nie wirklich hart rüber, da die Gewaltszenen einfach immer eine Spur überspitzt sind und so eher die Komik des Films unterstreichen.
Dazu wird aus ziemlich vielen bekannten Vertretern des Horror-Genre zitiert, was für Kenner der Filme ein weiterer Pluspunkt ist.
Insgesamt ist "Evil Ed" eine erfrischende Abwechslung, sowohl von der Idee als auch von der Umsetzung. Einen Film dieser Art gab es jedenfalls bisher nicht.
Leider ist die deutsche Synchro ziemlich schwach, was sich vorallem negativ auf die saucoolen Sprüche auswirkt, die auf Englisch einfach zum Schreien sind.
8/10

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