Ich bin von Evil Ed enttäuscht. Während in der ersten halben Stunde noch ordentlich Kritik am Schnittwesen geübt wurde, muss sich der Film in der letzten Hälfte mit langweiligen Schiessereien, Durchbohrungen und einem zerplatzenden Kopf über Wasser halten. Das alles ist jedoch so lieblos gemacht, dass eine rechte Horrorstimmung nicht aufkommen will.
Zugegeben, die in den Film eingeschnittenen Horrorfilmszenen (Loose limbs oder ähnliches) sind lustig anzuschauen und makaber. Das wars dann aber auch. Dem ganzen Film fehlt eines: Fahrt und Atmosphäre.
Umso peinlicher ist es, wenn man sich aus Versehen die 18er Fassung von MiB ansieht, die in einigen schlecht sortierten Videotheken tatsächlich noch rumsteht. Mit jedem Scheiss Geld zu machen, ist für die verrufene Branche der Videothekare ja noch nie peinlich gewesen. In der geschnittenen Fassung jedoch wird einem erst einmal klar, dass auch MiB, die doch einige ihrer Fassungen verboten bekommen haben, auch schneiden lassen, um fett abzusahnen.
Alles in allem: Am Anfang des Films gibt es noch Selbstironie und etwas Tempo, dann verkommt der Film zu einer billigen Horrorshow mit spritzenden Gliedmassen und einem platzenden Kopf. Alles schön mit anzusehen, aber das macht den Film nicht besser.
Fazit: Gewalttätige, aber lahme Horrorparodie über einen Cutter, der andauern Hackefilme zensieren muss, und sich damit zusehends die Gehirnzellen zerstört. Am Ende fliegt sein Kopf demonstratief gegen eine weisse Wand.
Kann man ansehen, wenn man besoffen ist.