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Nach der Eröffnung eines neuen High-Tech-Gefängnisses, möchte der Besitzer gern gebührend feiern. Er lädt einige Verräter und Feinde der Organisation ein und stattet diese mit mehreren Waffen aus. Dann lässt er das tödliche Spiel beginnen, dessen Gewinner eine Schatztruhe winkt.

Unglaublich aber wahr, der Film versucht tatsächlich mit diesem winzigen und dämlichen Plot einen ganzen Spielfilm zu füllen. Dieses Unterfangen ist von Anfang an zum scheitern verurteilt. Aufgrund dieser mäßigen Handlung mit überaus wenigen Handlungssträngen und Wendungen, wäre doch eigentlich genügend Zeit gewesen, um wenigstens die verschiedenen Charaktere einigermaßen solide darzustellen, doch stattdessen lassen Regisseur und Autor lieber ein paar Kugeln mehr durch die Luft schwirren. Es gibt nur wenige Wendungen und noch weniger, die überraschen können. Immerhin versucht man wenigstens, die Handlung durch diverse Verschwörungen, Absprachen und Intrigen unter den Teilnehmern einigermaßen schmackhaft zu machen. Es gibt ein paar Filme, die gerade aufgrund ihres simplen Plots Kult wurden, doch diesem fehlt auch dazu jegliches Potential.

Die Umsetzung von Regisseur Albert Pyun ist leider auch nicht sonderlich gut. Er setzt den Film sehr bleihaltig um und schießt wirklich kiloweise Kugeln und Patronen durch die Gegend. Es gibt wirklich keine einzige Minute, in der nicht blind durch die Gegend geballert wird und hirnlose Schießereien können doch wirklich nicht alles sein. Wie bei vielen Low-Budget-Filmen lässt auch hier die Musik zu wünschen übrig, die überhaupt keine Atmosphäre aufbauen kann. Das enge Gefängnis, in dem hinter jeder Ecke ein Mann mit einer Waffe sitzen kann, hätte doch wirklich eine gute Ausgangssituation für eine gespannte Atmosphäre geboten, doch Pyun nutzt den Steilpass nicht. Die Kulisse ist natürlich entsprechend Monoton, da der Film ja so ziemlich in einem einzigen Gebäude spielt. Stellenweise wird der Film dann bewusst trashig und skurril und erinnert mich persönlich ein klein wenig an diverse Werke von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez. Nach "Nemisis" und "Cyborg" liefert Albert Pyun also wieder eine mäßige Leistung ab und inszeniert erneut einen überflüssigen Streifen mit überschaubarer Handlung.

Der Unterhaltungswert ist ebenfalls niedrig. Zu Denken gibt es für den Zuschauer überhaupt nichts, aber selbst wenn man geistig auf Durchzug schaltet, ist der Film einfach zu doof, um unterhalten zu können. Anfangs sind die ganzen Schießereien und die hohe Brutalität im Film ja noch einigermaßen unterhaltsam, aber zum Ende hin wird dies langweilig und monoton, da es einfach zu viel des Guten ist. Da die Wendungen, wenn sich denn mal eine in die schwache Handlung einschleicht, vorhersehbar und schwach sind, sinkt der Unterhaltungswert leider zum Ende hin gen null. Nur ganz harte Action- und Trash-Fans werden mit diesem Film gut bedient sein.

Die Darsteller sind ebenfalls schlecht. Christopher Lambert, der hier nach seinem langen Abstieg seit "Highlander" endlich am Tiefpunkt seiner Karriere angekommen zu sein scheint, zeigt sich mal wieder mit schwacher Mimik. Einmal mehr stellte er in einem belanglosen B-Movie unter Beweis, dass er ein absolut belangloser Darsteller ist, der nicht ohne Grund in den letzten 10 Jahren nicht einen guten Film am Start hatte. Auch Ice-T, der mal wieder zusammen mit Regisseur Pyun arbeitet, zeigt eindrucksvoll, dass er besser schießen als schauspielern kann. Auch der Cast enttäuscht auf ganzer Linie.

Fazit:
Von "Mean Guns" ist wirklich abzuraten. Aufgrund der schwachen und überschaubaren Handlung und der eintönigen Umsetzung ist der Unterhaltungswert enorm niedrig und auch die Darsteller enttäuschen. Nur wer wirklich dazu bereit ist, sich über 90 Minuten hirn- und belangloses Geballer anzusehen, wird sich bei diesem Schrott amüsieren.

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